Mein Warenkorb

Gesamt
0,00 EUR
weitershoppen

Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 12.08.2018 um 13:22 Uhr | 0 Kommentare

Präsentation Breitengrad 51 Jahrgang 2017 – Ein Resümee

Es war ein gelungener Abend, das Wetter ließ die Akteure bei schönen 25 Grad Celsius gewähren. Die Akteure, die vermeintlich besten Winzer  aus zwei Anbaugebieten, versammelten sich mit rund zweihundert Personen, die sich darauf freuten, deren gelungenste Kreationen zu probieren. Dass unter denen, die sich darauf freuten, die besten Weine der anwesenden dreizehn Winzer zu probieren auch der eine oder andere kampferprobte Weinmeilenbarde war, konnte man besonders am Ende nicht übersehen, aber es störte auch nicht. Die Anlage des Klosters ist sehr weitläufig, man konnte sich aus dem Wege gehen.  
Im Unterschied zu anderen Jahren moderierte ein Profi aus Halle an der Saale durch das Geschehen des Abends. Theo M. Lies brachte mit Routine und Gefühl für die Situation eine Struktur in die Veranstaltung, die dem Abend gut tat. Das ausgerechnet ein Winzer (Uwe Lützkendorf) mit einer halben Regierungserklärung dem Profi kurzeitig das Moderieren schwer machte, hat niemand gemerkt.
Die Musik, dies sei ausdrücklich angemerkt, machte den Rahmen perfekt. Das Kloster ist wie es ist, sehr, sehr schön und wohl aus zweierlei Sicht die beste Wahl. Sowohl der historische Hintergrund des Ortes für den Saale-Unstrut-Wein und seine Nutzung für den Wein an diesem Abend sind bemerkenswert.  Das Catering wurde dem Anlass und dem Eintrittpreis (79 Euro) gerecht und jeder der es wollte, hatte etwas davon. Und wer noch nie Jaguar gefahren ist, konnte einen professionellen Shuttleservice in Anspruch nehmen.

Die Winzer und ihre Weine

Wie in den letzten Jahren, so wurden auch am 11.08.2018 Gastwinzer eingeladen. Den weitesten Weg hatten die beiden sächsischen Vertreter des VdP. Georg Prinz zur Lippe (Schloss Proschwitz) und Klaus Zimmerling trugen mit ihren Weine zu einer feinen Bereicherung der Veranstaltung bei.

Einen nicht ganz so weiten Weg hatten deren VdP Kollegen von Saale-Unstrut. Bernard Pawis und Uwe Lützkendorf. Sie zeigten ein starkes Profil ihrer 2017er Weine. Der dritte im Bunde kam von der Unstrut. Roland Bähler, nicht für sich handelnd, sondern als Kellermeister des Kirchscheidunger Winzers Klaus Böhme, bereicherte er die Veranstaltung gemeinsam mit dem Nachwuchs der Winzerfamilie.

Die Hauptakteure waren vollzählig vertreten. Die beiden „Neuen“ das Weingut Zahn mit einem Weißburgunder als prämierten Breitengradwein und Wolfram Proppe mit seinem Chardonnay, der ebenfalls das Label Breitengrad 51 tragen darf, zeigten sich nach dem Einstand im letzten Jahr, nun auch 2018.
Die „Alten“  Matthias Hey, Volker Fröhlich, Jochen Born, Andre Gussek, Marika Sperk (Weingut B&T) und das Landesweingut Kloster Pforta waren neben anderen Gewächsen mit ihren Breitengrad 51 Weinen am Start. Ich habe die Weine nicht gezählt, die dem geneigten Publikum dargeboten wurden, aber ich habe viele von ihnen probiert. In Anbetracht der Menge hochwertigster Qualitäten, war Profitrinken (gurgeln und ausspucken) angesagt. Übrigens die beste Methode für den aufrechten Gang am Ende des Abends.
Hier nun meine Wertung der für mich besten Weine der jeweiligen Winzer an diesem Abend. In der Reihenfolge der Stände vom Eingang her beginnend:

Andre Zahn: Weißburgunder Kaatschener Dachsberg Breitengrad 51, 2017
Kloster Pforta: Weißburgunder Saalhäuser Breitengrad 51, 2017
Schloss Proschwitz: Grauburgunder Kloster Heilig Kreuz, 2016
Bernard Pawis: Riesling Große Lage Freyburger Edelacker, 2017
Klaus Böhme: Silvaner trocken „Alte Reben“ 2017
Böhme & Töchter: Chardonnay trocken, Freyburger Schweigenberg 2017
Uwe Lützkendorf: Riesling Große Lage Karsdorfer Hohe Gräte 2017
Fröhlich Hake: Riesling trocken, Gutswein 2017
Klaus Zimmerling: Gewürztraminer, Große Lage 2015
Andre Gussek: Weißburgunder, Naumburger Sonneck 2017 ;
Riesling Naumburger Steinmeister 2016; 
Blauer Zweigelt Kaatschener Dachsberg Breitengrad 51 2016
Jochen Born: Weißburgunder, Höhnstedter Kreisberg  Breitengrad 51 2017
Höhnstedter Riesling 2017
Matthias Hey: Riesling Naumburger Steinmeister Breitengrad 51 2017
Blauer Zweigelt Naumburger Steinmeister 2016
Wolfram Proppe: Chardonnay Breitengrad 51 2017

Die Inselfrage (sechs Weine, mehr passen nicht ins Boot).

Würde mir jemand die Inselfrage stellen, dann wären die folgenden Weine im Gepäck:
Proppe Chardonnay BG51, Hey Riesling BG51, Gussek Blauer Zweigelt Dachsberg BG51,
und Weißburgunder Sonneck 2017, Pawis Riesling Große Lage, Born Weißburgunder BG 51.  

Das Fazit

Der 2017er Jahrgang hat einiges in petto, was jetzt gerade erst beginnt in Erscheinung zu treten. Meine getroffene Vermutung wird sich bestätigen. Es ist der erste wirklich große Jahrgang an Saale-Unstrut. Die Zeit wird es zeigen, dass vor allem die Rieslinge, von denen die 2017er Weine Gusseks noch nicht mal gefüllt sind, den Anschluss an das deutsche Spitzenniveau erreicht haben. Die Rotweine und Burgunder nähern sich dieser Tendenz an.
Natürlich trifft das nicht auf die von der „schreibenden Langenweile“ im Naumburger Tageblatt gelobten Massenproduzenten und Außenseiter zu, sondern eben nur auf die handvoll Winzer, die sich dieser Herausforderung stellen. All diese waren an diesem Abend anwesend. Die klare Sprache der Qualität ist einfach. Sie erzählt uns etwas, was nur Winzer erreichen, die mit dieser Kostbarkeit (dem Wein) demütig verfahren. Ich glaube, es ist eine dreigeteilte Demut von Nöten, um derlei Freude ins Glas zu bringen. Die Demut gegenüber der Natur, dem Produkt und gegenüber dem Kunden, drückt sich eben am besten durch Qualität aus. Anders ist sie nicht zu messen. Beten und auspressen von Trauben bis der Arzt kommt hilft da nicht. Demut ist dann trotz beten nicht in Sicht. 

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Breitengrad 51 2017
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 20.07.2017 um 13:11 Uhr | 1 Kommentar

Breitengrad 51, die Weine sind gekürt!

Die Winzer des Vereins haben unter Beteiligung von fünf Gastjuroren ihre Spitzenweine gekürt. Mit dabei auch die beiden „NEUZUGÄNGE“ Andre Zahn und Wolfram Proppe der beiden gleichnamigen Weingüter, wenngleich in diesem Jahr noch nicht mit Weinen, die zu bewerten waren, dabei .


v.li.n.re.: Volker Frölich, Jochen Hinderer (Born) Andre Gussek, Christoph Lindner (LWG), Matthias Hey,
Wolfram Proppe, Andre Zahn,

Was herauskam ist ein in vielen Teilen überraschendes Ergebnis und zeigt, dass jung gefüllte Weine selbst die Winzer die sie eingestellt und „gemacht“ hatten, vor das Problem stellten, ihren eigenen Wein zu erkennen. Und ich muss zugeben, so anstrengend wie in diesem Jahr, war es noch nie. Aber die Kehrseite: Ich habe viel dazu gelernt.
Das lag zum einen an der Kürze der Zeit in der die 24 Weine, inklusive Piraten (Weine die nicht von den Winzern des Vereins stammen) zu probieren waren. Alles wie immer in Blindprobe, bei der die Weine in neutrale Flaschen gefüllt, nur mit einer Nummer versehen wurden. Da ich selbst Mitglied der „Jury“ bin, erlaube ich mir die nun folgende Anmerkung:
Das wichtigste Ergebnis ist, dass es eine handvoll Weine auf Anhieb geschafft haben, zwei weitere nach kontroverser Diskussion, das begerhrte Siegel tragen zu dürfen. Wie viele und welche davon nun am 12.08.2017 in Pforte präsentiert werden, ist den Winzern überlassen. Eines möchte ich schon verraten, zwei glatte Durchläufer (prämierte Weine) bei Weiß- und Rotwein diesmal nur vom Weingut Böhme & Töchter aus Gleina. 


 
Ich hatte den Eindruck, dass sich dieser wichtige Tag für die teilnehmenden Winzer zwischen Tür und Angel abspielte. „In einer Stunde müssen wir mit der Probe durch sein“ so die Aufgabenstellung.  Dann die Auswertung und eine Auflösung der „Versammlung“ mit Schallgeschwindigkeit, so dass man Annehmen musste, der eine oder andere hatte Angst, dass Donald Trump Hand in Hand mit Angela Merkel in Roßbach auftaucht. Und das will nun wirklich keiner sehen, außer Putin eventuell, aber der kam auch nicht.  
Und so bot mir Volker Frölich eine Havanna Zigarre an, wir tranken den ein oder anderen wirklich guten Wein und genossen den milden Abend in Roßbach. 
Schade dass sich niemand mehr Zeit nimmt, mal was in Ruhe zu machen. Das war auch an diesem Abend sehr auffallend.
Zu den Weinen ist zu sagen, dass das vorgelegte Niveau dem Anspruch gerecht wurde. Eine Überraschung für mich war ein Wein der von Wolfgang Proppe vorgelegt wurde. Eine Cuvée aus Chardonnay und Pinot Blanc, der, geht es nach der Satzung des Vereins, wohl kein Breitengradwein werden kann, da Chardonnay vom Verein als nicht gebietstypisch eingestuft wird. Man sollte aus meiner Sicht darüber und über den Bewertungsmodus mal reden. Es geht nur schwanger oder nicht schwanger, ein bisschen schwanger, so sagt der Volksmund, gibt es nicht.
Nun gut der Rede, freuen wir uns auf die Präsentation am 12.08.2017 in Pforte, die neben den prämierten Weinen einiges bereit hält. Unter anderem die erstmalige Einbindung der neuen Vereinsmitglieder. Die Palette ist breiter, die Schlacht offen. 
 
Rainer Albert Huppenbauer, Juli 2017 
Tags: Breitengrad 51,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 15.07.2016 um 14:16 Uhr | 0 Kommentare

Das große Finale - Breitengrad 51- die Gekürten stehen fest.

Es hatte nichts vom Gelage im großen Filmklassiker "Das große Fressen"  mit Marcello Mastroianni, Phillippe Noiret und Michel Piccoli. Dennoch wird es Geschichte schreiben. Erstmals traute man sich die Rieslinge zu. Vor gut drei Jahren habe ich die Frage gestellt: Liebt Riesling Saale-Unstrut?  Dass nun in der Breitengrad 51 Verkostung 2016 erstmals Rieslinge im Mittelpunkt standen sollte als Indiz gelten, dass es so ist. In aller gebotener Kürze werde ich nun aber nichts mehr verraten. Mit einer Ausnahme, dass alle Gäste und Freunde des Vereins Breitengrad 51 bei der Vorstellung der prämierten Weine am 13.08.2016, auf ihre Kosten kommen werden. Die finale Verkostung am 14.07.2016 fand diesmal im Weingut Frölich-Hake statt. Die anwesenden Winzer und Gäste hatten ein hartes Programm zu absolvieren, waren doch 22 Weine zu bewerten. Neben den von den Winzern eingestellten Weinen zur Prämierung wurden wieder deutsche Spitzenweine eingeschleust, die selbst einen hohen Anspruch haben. Die Jury bestehend aus den Winzern des Vereins und einer „kritischen Masse“ bestehend aus Weinexperten wie Klaus Böhme vom gleichnamigen Saale-Unstrut-Weingut, Theresa Stenzel von der Sommelier Union, Christian Wilhelm - Sommelier im Leipziger Restaurant Falco, Matthias Dathan – Sommelier und Gault Millau Tester, Alexander Lehwald – Weinbeisserei in Markkleeberg, Sabine Thomalla – Weinhandel Cuvée in Halle und meine Person.
Es war nun schon die dritte Prämierung an der ich teilnehmen durfte und es war fast wie immer. Bis zu letzt wurde vorbereitet und das blieb auch diesmal nicht ohne Folgen. Der eine oder andere Wein wollte nicht zur Ruhe kommen und hatte es schwer. Zum Glück entschied sich die Runde auf eine Diskussion der einzelnen Weine bevor das Ergebnis bekanntgegeben wurde. Dabei konnten Missverständnisse ausgeräumt werden. Niemand kann den Winzern das abnehmen. Sie bestimmen den Füllzeitpunkt und der war bei dem einen oder anderen Wein einfach zu spät. Die Irritationen, waren auch für geübte Verkoster nicht vollends zu bewältigen. Aber und das zeichnete die Runde aus, sie war  in der Lage und professionell genug, Klarheit zu schaffen. Schön wäre es, wenn man zukünftig dem wirklich großen Anlass mehr Vorbereitungszeit widmen würde.
Die Ergebnisse sind für alle Betriebe vorzeigbar, auch wenn nicht alle Träume aufgingen. Bei den Weißweinen, diesmal, und ich sage endlich, ein großer Rieslingabend. Überzeugen konnte aber auch der eine oder andere  Burgunder und Traminer. Bei den Rotweinen wurde deutlich, dass zwei Winzer und ihre Stile, vor allem beim Zweigelt, große Dominanz aufweisen. Dies sind: konservativ, zeitlos, frankophil (Gussek) und norditalienisch, verspielt, Trend setzend (Hey).  Die leisen, obwohl mir gefallenden Zwischentöne, hatten es schwer. Da half auch mein Wohlwollen nichts. Freuen wir uns auf die Weine, die dann ab August in den Handel kommen und auch auf die Gewächse, denen die ganz große „Ehre“ nicht zuteil wurde.
 
Rainer Albert Huppenbauer, Juli 2016

Impressionen

Matthias Hey, Marika Böhme, Christoph Lindner (LWG), Jochen Hinderer (WG Born), Andre Gussek, Volker Frölich


Klaus Böhme, Andre Gussek, Josephine Markwitz (LWG)


Christian Wilhelm und Theresa Stenzel 


Kim Le Than bei der Auswertung


Christian Wilhelm, Theresa Stenzel und Matthias Dathan


Spannung

 




 
Tags: Breitengrad 51, Finale Verkostung
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 17.08.2014 um 00:33 Uhr | 0 Kommentare

Breitengrad 51 - 3. Jahrgang "It`s Showtime ...."

Wie bereits im vergangenen Jahr fand die 3.Präsentation der gekührten Breitengrad 51 Weine im Naumburger Nietzsche Zentrum statt. Der erste Eindruck meiner Verkostung waren 5 nicht prämierte Weine, die  das Qualitätssiegel Breitengrad 51 verdient hätten.
Dabei 3 mal Weißburgunder und zweimal Riesling. Im Detail waren das der  Riesling Kaatschener Dachsberg von Andre Gussek und  der Riesling Ortswein von Matthias Hey.  Bei den Weißburgundern wiederum Hey aus der Steillage Naumburger Steinmeister, Böhme & Töchter vom Freyburger Edelacker und der Weißburgunder vom Weingut Born. Fragen Sie mich bloß nicht warum, aber das waren die Weine des Abends für mich, leider  außerhalb der Konkurenz. Im Breitengradsegment bin ich mir unschlüssig, substantiell erste Klasse mit einer Ausnahme dem Silvaner von Rene Schwalbe, zweifellos ein sehr guter Wein, aber im Vergleich mit den vorgelegten anderen Weinen fehlte etwas die Substanz.
Bei den Breitengrad 51 Weinen ein Ranking zu treffen, ist  extrem schwierig. Alle sind für sich genommen große Weine von denen ich glaube, dass der Qualitätsvergleich mit GG der VdP Winzer  erlaubt ist. Es ist Augenhöhe.  Bei den Rotweinen dominierten drei Zweigelt Gewächse, die, so muß man betonen, sortentypisches Charisma trugen und durch die Handschrift der Winzer in 3 genußreiche individuelle Weingeschöpfe aufgespalten wurden.  André Gussek, Matthias Hey und Jochren Hinderer vom Weingut Born zerstören den  Nimbus, dass Zweigelt nur in Österreich große Weine hervorbringt. Ein Wein der mir besonders am Herzen liegt hat das strenge Prozedere der Auswahl nicht überstanden und war dennoch sehr präsent.  Die Rede ist vom Spätburgunder von Böhme & Töchter, deutlich zugänglicher als im vorigen Jahr, nur diesmal kein Breitengrad Siegel. 
Weiterhin erwähnenswert, die straffe Kollektion des Landesweingutes Kloster Pforta, mit einem ausgezeichnetem Bacchus und Traminer.
Alles in allem, eine gelungene Veranstaltung, mit intensivem Charakter und großartigen Weinen, die keinen Vergleich mit deutscher Spitzenklasse zu scheuen brauchen.
Natürlich, besser geht immer möchte ich sagen und so gesehen freue ich mich auf 2015. Und auch die Kritik wird nicht zu kurz kommen, aber da sollte ich erst mal drüber schlafen.

 Tags: Breitengrad 51, Böhme und Töchter, Hey, Gussek, Born, Hinderer,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 16.05.2014 um 20:18 Uhr | 0 Kommentare

An der Saale hellem Strande - ein Wein erregt die Gemüter!

Und dann auch noch ein Spätburgunder Breitengrad 51von Böhme & Töchter. Nun ja, dann will ich auch mal was dazu sagen. Ein Berliner Weinführer, die Herren der Saale Unstrut Weinbruderschaft, ich selbst und sogar der Winzer selber zweifelt, ob des Gegenwindes, an seinem Produkt. Zur Geschichte, 25°C im Schatten, ein frisch gefüllter Spätburgunder kommt kurz vor seiner wichtigsten Verprobung sofort nach dem Autotransport auf den Tisch. Das Ergebnis er wurde Breitengradwein 51. Warum habe ich damals nicht verstanden. Für mich war es keiner. Gut ein Jahr danach geht das Getuschel los, Wein gekippt, Winzer beharrt auf seinem Standpunkt - nicht gekippt - , der muß den zurück ziehen und so weiter. Viele "gute" Ratschläge an den Winzer von seinen Kollegen. Also hin zum Winzer, eine Flasche geholt, einen Tag gewartet, aufgezogen und tatsächlich Aceton in der Nase. Dann die Farbe kein bischen Braun zu entdecken, im Gegenteil extrem jugendlich. Der erste Schluck etwas kratzig, rote Kirsche kurz vor der Vollreife, vielmehr nicht. 2 Stunden später, immer noch ein bischen, aber weit weniger Kleber - für Winzer sind das oxydative Noten, die Farbe gleich, der Geschmack geht über zu dunklen Früchten, auf den benetzten Lippen viel süße Aromen, schon jetzt eine beachtliche Länge. Das gleiche Glas 6 Stunden nach dem einschenken. Die Nase vollkommen klar nach Pflaumenkompott und Gewürze, kein Kleber nicht mal im Ansatz. Farbe gleich, keinerlei Brauntöne, der Geschmack wie die Nase dazu dunkle Beeren - etwa Brombeeren.
Flasche verstöpselt, einen Tag später. Der Spätburgunder ist erwacht, dunkle Aromen, man spürt das Holz, und den Alkohol (14%) in der Nase, Gewürze und eine pfeffrige Note am Gaumen umgarnen den Gaumen. Alls wirkt straff und komplex. Sehr langer Abgang.
Meine Empfehlung an den Konsumenten, Wein kaufen  und weg legen in 5 Jahren diesen Wein öffnen und genießen.
Meine Empfehlung an den Winzer, Käufer über den Umstand informieren, oder noch besser, wenn die Ökonomie es zulässt, weglegen und ab Ende  2015 verkaufen.
Meine Empfehlung an die Kritiker des Weins, einer hat das hier gerade geschrieben, gebt dem Wein Zeit, er hat sie verdient.
Für mich nunmehr ein ein wirklich guter Spätburgunder, ein würdiger Breitengrad 51 Wein.


 Tags: Böhme und Töchter, Farnk Böhme, Spätburgunder Breitengrad 51
12



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
Dorfstraße 13
06632 Mücheln OT Branderoda

T. +49(0)3445-6592819

info@vinamundi.de