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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 01.09.2014 um 14:48 Uhr | 0 Kommentare

Wein und feines Essen - der Vinamunditipp

Wein und Essen sind genau so alt wie die Dikussion, welcher Wein geht zu welcher Speise. So gesehen beschäftigt  dieses Thema  die Menschheit etwa 6000 Jahre. Mag sein, dass es uns durch die Medien und die Zahl der unafhörlich ansteigenden Kochshows  erst in letzter Zeit so richtig ins Bewußtsein gehämmert wurde, dass es überhaupt so eine Fragestellung gibt, aber leugnen kann man es im Alltag nicht. Also dachten  wir uns von Vinamundi.de, machen wir einfach mal mit in der Runde. Da das Thema nun mal sehr umfassend ist, und wir auch den einen oder anderen Koch, Kunden, Winzer oder Sommelier zu Worte kommen lassen wollen, gibt es  mehrere Beiträge über verschiedene Sichten auf die Dinge. Freuen Sie sich auf eine kleine unterhaltsame Reihe, was schmeckt zu welchem Wein. Na, na,  wird der eine oder andere denken es muß doch umgekehrt gefragt werden. Welcher Wein passt zu welchem Essen? Wenn Sie wollen gehts natürlich auch so, aber wir wollen schließlich Weinerlebnisse verkaufen und keinen Käse, Fisch oder Kuchen
Und wenn man weiß, wie ein Wein schmeckt, dann ist es schon möglich sich das passende Essen dazu auszusuchen. 
Gestern war so ein Tag. Es waren Freunde zu Gast und ich habe ein  paar Weine vorbereitet, von denen ich wusste wie sie schmecken.  Dann habe ich mir überlegt, was denn geschmacklich dazu passen könnte. Das Endergebnis waren glückliche Menschen und ein perfekter Genuß. Mein Tipp, wenn Sie den Wein kennen, ist es leichter ein Essen passend zu machen, definitiv.  Vorgesehen war also ein in Würde gereifter 2007 Moselriesling GG von Clemens Busch, dazu 2 Vorspeisen von fruchtiger Natur. Zunächst eine Tomatenterrine mit Auberginehülle und später eine Meeresfrühlingsrolle nach einer Rezeptur von Dieter Müller. Der Wein mit goldgelber Farbe brillierte zu beiden Speisen und war der perfekte Einstieg.
Probieren Sie es aus, sollten Sie keinen 2007 Clemens Busch im Keller haben, empfehle ich Ihnen auf jeden Fall an der Mosel zu bleiben, allerdings, sollte es schon ein Großes Gewächs sein. Wir hätten außer Busch auch  Weine vom Weingut Heymann Löwenstein zu bieten Passend wären Weine vom Uhlen, z.B. den Uhlen B - Blaufüßer Lay2012 GG.  Bezüglich der Rezepte  beider Speisen helfen wir Ihnen gern weiter.
In der nächsten Woche geht das Menü weiter mit Kalbsbäckchen auf verschienen Püree. 

 Tags: Moselriesling, Wein und Essen. Heymann Löwenstein, Clemens Busch
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 29.01.2013 um 12:45 Uhr | 0 Kommentare

Erste Lage TOUR Grosses Gewächs

Der VdP veranstaltete am 27.01.13 eine feine Präsentation Grosser Gewächse. Die Veranstaltung in Berlin war eingebunden in die so genannte Nordtour und gab VdP Winzerbetrieben von  Mosel - Saar - Ruwer, der Nahe, der Pfalz und Rheinhessen die Möglichkeit ihre besten Tropfen Gastronomen und Händlern zu präsentieren. Alles in allem, ein gelungener Tag, mit, mal abgesehen vom Wetter, sagen wir mal, kleinen Unannehmlichkeiten. Die wesentlichste zu erst, es war einfach zu voll. Das würde sich dadurch relativieren, wenn man einen kleinen Unkostenbeitrag kassieren würde, dafür könnte man etwas zu essen reichen. Letzteres die Unanehmlichkeit No. 2.
Aber wir wollen nicht meckern, was man feststellen musste, wenn man es noch nicht gemerkt hat, die deutschen Weine sind Weltklasse. Am überzeugendsten für mich die Mosel, dicht gefolgt von Rheinhessen. Die Nahe gut,  jedoch blieb die Filigranität hinter Dichte und Breite der Rieslinge etwas zurück. Mit anderen Worten es haut einen nicht um. Die Pfalz für mich  zerissen. Um ehrlich zu sein, das Groh der Weißweine ist mir einfach zu fett und zu breit. Bei den Roten  dagegen, eine unglaubliche Dichte von weltklasse Spätburgundern, die sich mit aller größten Burgundern messen können.
Die Moselwinzer des VdP überzeugen schon länger  mit einem erfüllten Anspruch, es sind die besten Rieslinge der Welt. Um es klar zu sagen, es geht nicht nur um den einen oder anderen Winzer, die Breite dieser Spitze ist einfach beindruckend. Was man außerdem merkt, wenn man sich mit Busch  oder Prüm und all den anderen unterhält, sie leben das. Und weil das so ist, stehen sie selber da und gießen ein. Bei nicht allen großen Namen war das so. Das negativste Erlebnis in dieser Beziehung war für mich Schlossgut Diel von der Nahe. Viel Schiki Miki gequake und für mich wenig überzeugende Weine.  Der angetreten Juniorchef Diel war mit sich und seinem Weinglas beschäftigt,  es lag eine Art Arroganz in der Luft, die durch die Qualität der Weine keinesfalls gerechtfertigt wurde. 
Die große Überraschung des Nachmittags waren die VdP Winzer aus Rheinhessen. Alle probierten Weine waren überdurchschnittlich. Dabei auch zwei Spätburgunder vom Weingut Gutzler.  Die Rheinhessenwinzer haben, ob man will oder nicht, immer noch ein Image, das sie nicht mehr verdienen. An diesem Nachmittag wurde mir das schlagartig bewußt. Großartige  filligrane  und mineralisch auftrumpfende Rieslinge, die einen Standart erreicht haben, der einzigartig ist.
Was bleibt? Vorallem die Gewissheit für einen Händler, etwas  tun zu müssen, dass diese Weine einem breiten Publikum zugänglich werden.  


 
Tags: Prüm, VdP, Grosses Gewächs, Diel, Gutzler, Busch
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.01.2012 um 19:17 Uhr | 0 Kommentare

Alles Spätlese, oder Was?

Renaissance der Spätlese oder zitieren der Tradition?

Vor ein paar Wochen traf ich einen Künstler und erzählte von seinen Erfolgen in der Malerei. Er verkaufe gut, besonders nach England. Es machte mich neugierig und ich bat ihn, mir doch mal das eine oder andere Bild zu zeigen. Gesagt getan, er brachte Bilder mit, die er mit „Renaissance“ beschrieb. Ich sagte, dass ich die Bilder kenne, „ja er zitiere viel“ seine Antwort. Für mich war es abmalen und Plagiat, für ihn Renaissance und zitieren.

 Im Rahmen eines Hoffestes auf dem Weingut Pawis, beklagte eine nur trockenen Riesling trinkende Frau, dass auch bei ihrem Lieblingswinzer aus Rheinhessen, die Weine in letzter Zeit mehr ins halbtrockne gehen. Ja selbst wo trocken darauf steht, schmeckt es irgendwie anders als sonst.

Gestern las ich in der Weinzeitschrift  „Wein. pur“ einen Artikel über die Renaissance der Spätlese in Deutschland. Natürlich Riesling und die bekannten Verdächtigen, allen voran Armin Diel, als Initiator. Die Spätlesen und die Winzer haben es verdient, dachte ich mir.

Also an dem Ziel, die Spätlese zu entstauben, ist  zunächst mal nichts auszusetzen.

Es aber zu verkaufen unter der Überschrift: „mit Zucker, Mineralität, Balance und Komplexität entsteht ein neuer, spannender  Weintyp“, ist schlichtweg Unfug.

Denn einige Winzer, u.a. Reinhard Löwenstein, oder auch Clemens Busch bauen mit überwältigendem Erfolg  seit  Jahrzehnten ihre  Weine  genau mit eben dieser Finesse aus, und kreierten m.E. diesen Weintyp. Sie betrachteten das, was sie da machen aber eher als traditionell und nicht als neue Erfindung. Irgend jemand bezeichnete es mal als Grauzone in der sich beide bewegen, sei es drum. Auf alle Fälle ist es nicht neu.  

Dass eine solche Entwicklung, hin zum Zucker stattfindet, bemerkt der geneigte Weintrinker deutscher Weine seit geraumer Zeit. Die zur knochentrocken Fraktion gehörende Frau beim Hoffest stellt die Frage, ja muss das denn sein?  Nein muss es nicht. Aber es bringt mehr ein.

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich gönne den Winzern diesen Lohn. Denen die es schon immer so machen sowieso, und ein bisschen Abwechslung ist auch nicht schlecht, wenn sie schmeckt. Aber wir werden es erleben, wenn damit höhere Preise erzielt werden, wird es wieder ein Einheitsbrei.

Störend ist nicht nur die Tatsache, dass etwas für neu erklärt wird, was es schon gibt, sondern auch der Auslöser der als Grund für diese „Bewegung“ genannt wird, der Verbraucher. Der Weintrinker will dies und will das, und muss doch das trinken was es gibt. Hin und wieder entscheidet er sich gegen den Billigtrend für  Spitzenklasse, die nun mal rar ist und ein wenig mehr kostet als der große Rest.  Und genau darum geht es hier. Einer hat Erfolg und alle machen es nach. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Es geht nur um Qualität nicht um Geld. Das der selbst ernannte Anführer der "Spätlese an die Macht Bewegung" Armin Diel heißt, ist dann nur konsequent macht aber misstrauisch.

Tags: Weißwein, Armin Diel, Spätlese, Riesling, Heymann - Löwenstein, Reinhard Löwenstein, Weingut Pawis, Clemens Busch, spanneder Weintyp, England, Malerei,
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Rainer Albert Huppenbauer
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