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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.02.2013 um 13:43 Uhr | 0 Kommentare

Maritimer Drahtzieher verkündet Nonsens!

Er hat es tatsächlich geschafft, mit Plattitüden, Kotzen vor laufender Kamera und diesem gewissen österreichischem Schmäh (na, na,  net Dollar, Schilling übertreiben woll mer´s net)*  in der Galeria Kaufhof  tapfer von der Wand zu grinsen. Das soll mich aber nicht abhalten, den selbsternannten NEUPARKER mal wieder was zu schreiben.  
In einer Zeitung vom 10.02.13 steht in seiner Schrift mal wieder unerträglicher Schwachsinn gepaart mit zutreffenden Bemerkungen über den einen oder anderen Wein. Er vekündet also folgende Theorie: "  Die meisten Weintrinker sind seit langer Zeit auf einen Weinstil eingestellt, der in den frühen 90er-Jahren von vornehmlich amerikanischen Weinjournalisten vorgegeben wurde. Blitzsaubere, fruchtige, tanninreiche und meist sehr alkoholische Weine, die auch in unseren Breiten trotz Kritik ("Coca-Cola-Weine") auf viel Gegenliebe stoßen. Diese Weine sind von der technischen Art der Herstellung geprägt sowie von kleinen Holzfässern und dem sogenannten Toasting, das dem Holz die Geschmacksrichtung gibt."
Man kann dieses Gerüst mit einer Frage aushebeln. Diese lautet: was war zuerst da, der Wein oder die Kritik der amerikanischen Weinjournalisten? Natürlich der Wein. Es wurden Weine bewertet und in Kritiken einbezogen, die tatsächlich die beschriebenen Merkmale enthielten. Diese schmeckten dem Kritiker und plötzlich, wie von Geisterhand, machten alle das Gleiche? Der Stand heute ist, 100 Punkte sind noch genau so unsinnig wie vor Zwanzig Jahren. Und doch schmecken diese Weine anders. Es in dem von Reinhard Löwenstein geprägten Begriff  "Coca Cola Wein" münden zu lassen, ist einfach nur dämlich  wie von Kevin Kline in ein Fisch Namens Wanda gespielt. Es trifft nicht, es ist pures Gelaber für  neureiche Yuppies. "Coca Cola Wein" ist  ein Getränk, so versteht es jedenfalls der, der diese Diskussion mal angeschoben hat, dass es möglich wird, dass  sich jeder Wein leisten kann. Im Gegenzug dazu sollte er in Kauf nehmen, dass diese Weine industriell hergestellt werden und überall auf der Welt gleiche Merkmale haben. Da ist noch kein Wort über Qualität und schon gar nicht über Geschmack gefallen. Ein Beispiel: Grange von Penfolds und Château Margaux erhalten immer hohe Bewertungen von Parker und sind doch grundverschieden. Einzig die Methoden der Herstellung, technische Möglichkeiten und Selektion im Weingarten sind ähnlich.  Die von Parker bewerteten Weine, sind (mit wenigen Ausnahmen vermutlich gut zahlender Sponsoren, Handelsmarken oder Handelsketten) in einem preislichen Bereich, der für die meisten Weintrinker eher unerschwinglich ist. 
Die Krönung des Donaukapitäns ist dann im weiteren  eine neue Gegenbewegung zu postulieren, die es schon immer gibt. Reinhard Löwenstein von der Terrassenmosel macht das seit 30 Jahren und wurde am Beginn nur belächelt. Heute legt sich jeder Winzer, der was auf sich hält,  bei Präsentationen einen Stein aus seinem  Weingarten auf den Tisch und erzählt von seinem Terroir. Völlig wurscht ob eine Erntemaschine durch die Reihen raddert oder jemand auf allen Vieren den Berg hoch kraucht. Alle beschwören Terroir und verteufeln den Fortschritt -aber nicht bei uns-, selbst Rotkäppchen und die machen nun wirklich "Coca Cola Wein".
Dafür nun Parker verantwortlich zu machen, ist eben einfach dumm.
Um es ab zu schließen, der Artikel ist wiedermal ein Kunstprodukt, weil mal wieder was geschrieben werden  musste (so der Vertrag ?) und ein guter Freund einen Wein transportieren wollte, von dem er zu viel auf Lager hat. Die Sache mit der Baumpresse macht es rund und dem geneigten Yuppie Weinpuristen läuft der Sabber.

* ist von Falco
Tags: Heymann Löwenstein, Parker, Coca Cola
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