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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 08.09.2015 um 12:43 Uhr | 0 Kommentare

VdP Premiere der Großen Gewächse 2014

Die Premiere der Großen Gewächse der VdP Winzer ist in jedem Jahr eine Besonderheit. In konzentrierter Form ist es möglich, die besten Weine einiger deutscher Winzer zu verkosten. Die Winzer dann wie in jedem Jahr nach Anbaugebieten sortiert und auf den Ansturm gespannt. Weinkritiker, Sommeliers, Gastronomen und jede Menge ewig Suchende fragen  den Winzern, Kellemeistern, beauftragten Freunden und zeitlos lächelnden Mitarbeitern Löcher in den Bauch. Schwerpunkt: Lesezeitpunkt, welches Holz wird verwendet, wie das Wetter war, welche Böden und was der Winzer selbst von den Weinen hält. Letztere Frage wurde meist mit dem Satz beantwortet: Die Weine brauchen Zeit.  
Tja das war es dann eigentlich auch schon,  wäre da nicht  diese verdammte Kluft zwischen den wirklich großen Weinen und denen, die zwar so heißen, denen aber  eigentlich  das dazu Potential fehlt. Der 2014er Jahrgang zeigte dieses Verhältnis noch deutlicher als der 2010er Jahrgang auf. Und so trennte sich für meinen Geschmack die Spreu vom Weizen. 
Ich bin gespannt wie die anwesenden journalistischen Meinungsmacher (mit Decken behangen und wichtig dreinblickend) und wirklich großen Zungen, wie zum Beispiel  Markus Del Monego, diesen Jahrgang bewerten. Die mit den Decken werden vermutlich das tun was sie immer tun: Klientelpolitik für Ihre Freunde. Insofern interessiert mich deren Meinung weniger. Bei Del Monego würde ich gern mal zuhören, leider weiß ich nicht wo ich da was finde.
Auch egal. Jetzt zu dem was ich vorfand. In jedem Fall ein Rieslingjahr, aber eben nicht überall.Gerade dort wo es eigentlich nichts anderes gibt im Rheingau, bis auf Kloster Eberbach, Domdechant Werner`ersches Weingut und Josef Spreitzer gab es für mich wenig überzeugende Qualitäten. Die größten Entäuschungen sind für mich bei Robert Weil und Balthasar Ress. Einfach unfertige Weine die in ein Korsett gezwägt wurden das viel zu eng war. 
Mosel-Saar-Ruwer insgesamt besser als Rheingau mit großen Spitzen, natürlich auch mit Säure, die fast überall zu finden war, aber nicht langweilig, spritzig verspielt insgesamt besser als 2013. Kein Ausfall wenngleich mit qualitativen Unterschieden. Hoch oben Heymann-Löwenstein (Mosel). An der Saar etwas geteilt: Von Hövel na ja, muß man abwarten - viel Mystik, Günter Jauch`s Othegraven hatte ich 2013 stärker in Erinnerung. Van Volxem konstant gutes Niveau, allerdings ohne GG auf den Spuren von Reinhard Löwenstein vor 2011 angetreten.
Mittelrhein: Klare Dominanz von Toni Jost. Rheinhessen: Da hätten einige besser verzichten sollen. Grün, extrem ungefällig und wenige große GG in meinen Augen. Das es auch anders geht beweisen Battenfeld Spanier, Wagner-Stempel, Gutzler und Wittmann.
Die Pfalz etwas glücklicher mit einer breiteren Qualitätsspitze. Groß Ökonomierat Rebholz, der auch 2014 seiner Linie treubleibt, durchgegoren, knochen trocken, langlebig. Auf der anderen Seite Philipp Kuhn mit Kraft und Finesse und meinen Rotwein des Tages: Pinot Noir GG vom Steinbuckel. Die Rieslinge und der Pinot Blanc in gewohnter Stärke mit viel Zeit. Bei der Spätburgunder-Instanz Friedrich Becker mußte ich passen. Ich weiß nicht ob mir noch so viel Zeit auf der Erde bleibt, und mitnehmen kann man ja bekanntlich nichts. Ein Wein für die junge Generation. Bernhart,  Christmann, Kranz, Bassserman-Jordan hohes Niveau bei den Rieslingen, und Burgundern. Die Nahe sehr konstant und vorn weg Schäfer-Fröhlich und Emrich-Schönleber. Bei Schlossgut Diel bin ich eher unentschlossen, kommt aber auf keinen Fall an das Niveau von Fröhlich und Schönleber heran.  Bei Döhnhoff, Riesling Dellchen GG am besten. 
Baden & Württemberg: Burgunder stärker als die Rieslinge hat schon Tradition und war auch in diesem Jahr der Unterschied zum großen Rest. Schnaitmann mit respektablem Spätburgunder, der seine Freunde finden wird. Überzeugend auch Karl Aldinger mit Riesling und Spätburgunder. Bei den Badensern gut aufgestellt und Potential bei Salwey, Dr Heger und Stigler.
An der Ahr die unendliche Geschichte des Spätburgunders im Stil des französischen Nachbarn oder eben nicht. Stodden souverän frankophil der Antipol von  J.J. Adeneur, der Rest dazwischen mit weniger Profil. Franken habe ich nicht geschafft, 4 Stunden sind echt zu knapp.
Das Beste zum Schluß?: Nicht  nur weil ich hier lebe. Saale-Unstrut und Sachsen weiter auf gutem Weg. Pawis mit Riesling und Weißburgunder. Lützkendorf ebenfalls, dazu Traminer und Silvaner. Den Pawis Riesling würde ich in einer Blindprobe, auf Grund seiner Aromendichte, eher der Nahe zu ordnen, sehr viel Annanas. Der Weißburgunder etwas protzig, mit der einen oder anderen Kante, die sich, so hoffe ich, im laufe der Zeit abschleifen wird? 
Bei Uwe Lützkendorf überzeugte mich am meisten der Silvaner. Der Weißburgunder und Riesling noch zu unentschlossen, wobei ich glaube, dass deren Potential bereits an der Oberkannte ist. Auf den Traminer hätte ich als GG verzichtet. Zweifelsfrei, für den Jahrgang das beste was man machen konnte, aber ein GG?

Nun gut, das Fazit lautet: Einige extrem gute Weine, sehr viele bereits gut trinkbare Weine, aber dennoch einige GG, die eigentlich keine sind. Und nur weil die Oechslegrade stimmen und die Weine trocken sind, sind es noch lange keine Großen Gewächse. Meiner Meinung nach tut sich der VdP mit der Handhabung der Auswahl der Weine keinen Gefallen.
Da die Grabenkämpfe um das neue Outfit wohl beendet sind, sollte man mal über das Prozedere der Weinnominierung sprechen, der 2014er Jahrgang legt es nahe. 
Rainer Albert Huppenbauer

 

VdP Große Gewächse 2014 in Alt Moabit, Bolles Molkerei, Berlin  (Foto Sophie Stumpf)Tags: Heymann Löwenstein, Pawis, GG, Große Lage,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.12.2014 um 15:27 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi.de Riesling Gala 2015


Nun schon die zweite Riesling Gala, die Vinamundi.de veranstaltet. Diesmal im Raubtierhaus des Zoologischen Gartens der Stadt Halle Saale. Um es vorweg zu nehmen, die Location ist erstklassig und es riecht auch nicht wie in einer Bärenhöhle. 
Frische Luft ist garantiert und kalt ist es auch nicht. Damit sollte die Frage eines durchaus experimentierfreudigen Winzers beantwortet sein. Was Sie neben frischer Luft erwartet? Riesling vom Feinsten. Die zur absoluten deutschen Spitzenklasse zählenden Betriebe  Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel und andere, treffen auf die bel étache der Saale Unstrut Erzeuger. Mit dabei die Weingüter Hey, Gussek, Born, Klaus Böhme, Böhme & Töchter, Frölich Hake, Thüringer Weingut Zahn und das Thüringer Weingut Bad Sulza. Umrahmt wird die Veranstaltung von einem erstklassigen 7 Gang Menü des Eventkochs Daniel Dittmar.
Was die Löwen und Tiger betrifft, die sind hinter Panzerglas und gefüttert.
Bei  frühlingshaftenTemperaturen werden wir auch das Terrassenensemble des Raubtierhauses  nutzen, um Ihnen einen unvergesslichen Abend zu bereiten.Tags: Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 01.09.2014 um 14:48 Uhr | 0 Kommentare

Wein und feines Essen - der Vinamunditipp

Wein und Essen sind genau so alt wie die Dikussion, welcher Wein geht zu welcher Speise. So gesehen beschäftigt  dieses Thema  die Menschheit etwa 6000 Jahre. Mag sein, dass es uns durch die Medien und die Zahl der unafhörlich ansteigenden Kochshows  erst in letzter Zeit so richtig ins Bewußtsein gehämmert wurde, dass es überhaupt so eine Fragestellung gibt, aber leugnen kann man es im Alltag nicht. Also dachten  wir uns von Vinamundi.de, machen wir einfach mal mit in der Runde. Da das Thema nun mal sehr umfassend ist, und wir auch den einen oder anderen Koch, Kunden, Winzer oder Sommelier zu Worte kommen lassen wollen, gibt es  mehrere Beiträge über verschiedene Sichten auf die Dinge. Freuen Sie sich auf eine kleine unterhaltsame Reihe, was schmeckt zu welchem Wein. Na, na,  wird der eine oder andere denken es muß doch umgekehrt gefragt werden. Welcher Wein passt zu welchem Essen? Wenn Sie wollen gehts natürlich auch so, aber wir wollen schließlich Weinerlebnisse verkaufen und keinen Käse, Fisch oder Kuchen
Und wenn man weiß, wie ein Wein schmeckt, dann ist es schon möglich sich das passende Essen dazu auszusuchen. 
Gestern war so ein Tag. Es waren Freunde zu Gast und ich habe ein  paar Weine vorbereitet, von denen ich wusste wie sie schmecken.  Dann habe ich mir überlegt, was denn geschmacklich dazu passen könnte. Das Endergebnis waren glückliche Menschen und ein perfekter Genuß. Mein Tipp, wenn Sie den Wein kennen, ist es leichter ein Essen passend zu machen, definitiv.  Vorgesehen war also ein in Würde gereifter 2007 Moselriesling GG von Clemens Busch, dazu 2 Vorspeisen von fruchtiger Natur. Zunächst eine Tomatenterrine mit Auberginehülle und später eine Meeresfrühlingsrolle nach einer Rezeptur von Dieter Müller. Der Wein mit goldgelber Farbe brillierte zu beiden Speisen und war der perfekte Einstieg.
Probieren Sie es aus, sollten Sie keinen 2007 Clemens Busch im Keller haben, empfehle ich Ihnen auf jeden Fall an der Mosel zu bleiben, allerdings, sollte es schon ein Großes Gewächs sein. Wir hätten außer Busch auch  Weine vom Weingut Heymann Löwenstein zu bieten Passend wären Weine vom Uhlen, z.B. den Uhlen B - Blaufüßer Lay2012 GG.  Bezüglich der Rezepte  beider Speisen helfen wir Ihnen gern weiter.
In der nächsten Woche geht das Menü weiter mit Kalbsbäckchen auf verschienen Püree. 

 Tags: Moselriesling, Wein und Essen. Heymann Löwenstein, Clemens Busch
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 28.08.2014 um 18:24 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut vor Rekord Ernte?

Eigentlich gibt es nur im Sport Rekorde. Nicht in der WeinKunst. Von daher muß ich mich von meiner eigenen Überschrift  distanzieren. Aber wissen Sie etwas besseres, um auszudrücken, dass in diesem Jahr, wenn der einsetztende Spätherbst so bleibt, ein Weinrekord aufgestellt werden wird. Ganz ehrlich, wohl ist mir dabei nicht, denn es wird den einen oder anderen Winzer dazu verleiten, sich von der Formel Masse statt Klasse - wird eh alles verkauft, leiten zu lassen. Ich würde es nicht schreiben, wenn ich es nicht schon zur genüge gehört hätte.Daher in der ersten Zeile dieses Textes der Hinweis auf WeinKunst.
Liebe Winzer, solltet Ihr diesen Blog lesen und nicht wissen was ich meine, hier meine Telefonnummer 034632 790000. Aber Spaß bei Seite,  neben den zu erwartenden Quantitäten, ist auch unter der Voraussetztung des viel gepriesenen, sonnigen Spätherbstes, mit tollen Qualitäten zu rechnen. Für alle die Winzer die Wert auf önologische Reife ihrer Trauben legen, hier ein durchaus diskussionswürdiger Ansatz von Reinhard Löwenstein aus dem Jahr 2003:
"Die sogenannte physiologische Reife ist dann gegeben, wenn die Kerne der Trauben entwickelt sind und eine genetische Vermehrung ermöglichen. Aber genau diese Reife hat mit der Frage nach der Qualität des Weines herzlich wenig zu tun. Die optimale physiologische Reife, .....ist inhaltlich Nonsens. Es geht ..... um die önologische Reife, um die optimale Reife in Hinblick auf einen bestimmten Wein." (Löwenstein hat sich dazu geäußert, weil bei der Beurteilung des  Jahrganges 2003 immer auf die biologische Reife der Reben als "Werbebotschaft" fokusiert wurde.)
Bis dahin kann man (Winzer) noch viel richtig oder auch falsch machen. Nicht nur in der Bestimmung des für die Qualität so wichtigen optimalen Lesezeitpunktes. Da jede Rebe in jeder Lage anders reift, ist es eben eine Kunst, den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen und herbeizuführen, bzw zu unterstützen.
Auch aus zu früh oder zu spät gelesenen Trauben wird Wein, aber es wird nie ein großer Wein werden, maximal ein Durstlöscher der den Rausch bedient.  Natürlich haben die Winzer auf Grund vieler technischer Möglichkeiten im Keller noch die Chance etwas zu retten, aber der Stress des Winzers überträgt sich auf die Trauben und später auf den Wein. Daran glaube ich fest.  
Von daher wird sich im Frühjahr 2015 zeigen, wer die Kunst des Wein machens beherrscht, und wer nicht. Eigentlich wie jedes Jahr.Tags: reinhard Löwenstein, önologische Reife
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 06.04.2014 um 12:50 Uhr | 0 Kommentare

Kein "Arschjahrgang" 2010?

Ist ja beinahe nicht zu glauben, der schlechteste Jahrgang Deutschlands seit der Reblaus hat doch gute Weine. Die Erkenntnis eines gewandelten Direktionsassistenten? Nein, er hat es immer gewußt, nur eben nicht gesagt, es hat ja auch keiner gefragt.  2010, so der Mann aus dem Vorzimmer an der Spree, hat, wenn der Winzer sein Handwerk versteht, durchaus etwas zu bieten. Sagt er. Im Grunde liebe Freunde, ist das immer so. Ich kenne Winzer, die haben ihre Weinparzellen direkt neben einander, der eine macht Wein der andere Kochzutaten - im besten Fall.
Und genau so ist das mit den Jahrgängen, die sind  regional für alle gleich. Und der eine macht eben Wein und der andere .... Und so weiter.   Und wie der Teufel es will, war ich gestern bei Bernard  Pawis zum Menüabend, ein deutscher Spitzenkoch war zu Gange, die Gäste hoch zu frieden, da rückte Berhard Pawis einen 2010 Riesling Mühlberg raus. Leider alle, aber eben eine Wucht. 
Schon dieser Wein widerlegt die blödsinnige Theorie des Arschjahrgangerfinders vom schlechten 2010 Jahrgang. Da es den Pawis Riesling 2010 nicht mehr gibt, empfehle ich den 2010 Riesling Domdechaney - erstes Gewächs- von Kloster Eberbach. Oder den 2010 Riesling Rothlay Reserve von Reinhard Löwenstein. Sollten Sie Glück haben und einen kennen der diese Weine hat, laden Sie ihn zu  sich nach Hause ein, kochen Sie für ihn und bestehen Sie auf einem 2010 Riesling aus deutschen Landen. Sollte er es merken, bieten Sie Geld, dass hilft fast immer. Dann, wenn es geklappt hat, holen Sie sich die 2010 Beschreibung des Vorzimmerassistenten aus dem Netz -  Verriß des 2010er Jahrgangs -  vom "Toni Polster" des Weinjournalismus  und lesen Sie laut vor . Ich verspreche Ihnen, dass Sie viel zu lachen haben.  
Tags: Riesling, Bernard Pawis, Reinhard Löwenstein, Kloster Ebberbach



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