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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.08.2012 um 11:41 Uhr | 0 Kommentare

Ein lustiger Schifffahrtpatentamtleiter erklärt seinen Stil

Jeder darf über Wein sagen was er will, auch wenn er genau weiß, dass es eigentlich Mumpitz ist. So oder ähnlich steht es in der Zeitung in der unser lustiger Direktor einen Artikel verfasst hat. Und nun das Beste, er hat Recht. Im Grunde ist dem nichts hinzuzufügen, wäre da nicht so eine trotzige Besessenheit, der Oberlehrer sein zu wollen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich beneide den lustigen Taucher nicht um die Kolumne. Jede Woche trendy sein, ist auch nicht leicht. Aber warum denn immer so selbstherrlich?  Wein ist doch was Schönes und seine Vielfalt auch, also hat er doch schöne Worte verdient. Und nur um die Szene der glückseeligen Spinner zu bedienen, schmeckt ein Wein nach eingerittenen Damensattel? Oder wie im Falle des Direktors nach Frau Gabi Mayer oder gespültem Aschenbecher.  Worum es geht?  Es geht um Show und je abstruser die ist, um so besser wird verkauft. Weinjournalismus hat seine Unschuld  schon lange verloren, daran hat der Direktor keine Aktie. Das war lange vor ihm.  Was soll nun eine arme Sau wie ich machen, wenn ich Wein im Internet verkaufen will. Ich muß den Wein beschreiben, weil ja keiner kosten kann.  Und da habe ich die Wahl zwischen Bevormundung ala Tiefseetaucher und den Charakteristiken, die einen Wein ausmachen und damit mehr oder weniger bekannt sind. 
In diesem Zusammenhang fällt mir ein Artikel ein, den ich mal in einem Jazzjournal über Louis Amstrong gelesen habe. Ein Journalist schrieb darin 1959 folgendes: " Das Herz möchte einem brechen, wenn man sieht, wie ein Genie... sich zur Freude eines größtenteils aus Laien zusammengesetzten Publikums zum Hanswurst macht. Diese Grimasssen, dieses dauernde Händeschütteln mit Trummy Young nach jedem Solo... dieser Einkriegezeck um das Piano während des Tiger Rag, zu dem das Publikum frenetisch brüllt, diese kaum geschmackvollen Gags , die bei jedem Konzert wiederholt werden - all dies dient doch nur dazu, mit komerziellen Mitteln eine an sich schon große Popularität noch größer zu machen.... Ich frage mich ob man es wohl wagen würde, eine solche Show eingefleischten Gegnern des Jazz zu zeigen, die dann bestimmt ein für allemal davon überzeugt wären, dass Jazz und Zirkus ein und dasselbe sind." 
Das Fazit, man sollte sich treu bleiben und das machen,was man am besten kann. Für den einen heißt das auf den Pudding hauen und für den anderen  viele kleine Brötchen backen. 
Und der Herr Tietseetaucher? Ja, der hat seinen eigenen Wein, der soll schmecken wie ein Beatles Song, Get back, etwa, versteht jeder. Wenn das mal nicht dasselbe ist wie kroatische Sonne und so weiter. 

Tags: Louis Amstrong, Beatles,
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Rainer Albert Huppenbauer
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