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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 20.06.2013 um 10:48 Uhr | 0 Kommentare

Klimawandel und Wein, Winzer aller Länder leistet Widerstand!

Große Weingüter der Champagne sind verzweifelt, es ist zu warm in der Champagne. Die Mineralik geht flöten, zuviel Zucker, sagt man und überlegt, wie man das in den Griff bekommen kann. Irgendwo auf der Prowein habe ich dann auch gehört, Dänemark, eher nicht als Weinland bekannt, weist ein ähnliches Klima auf, wie es im letzten Jahrhundert in der Champagne vorherrschte. Kaum vorstellbar, aber wahr. Es gibt ernsthafte Überlegungen, in Dänemark Trauben für unser liebstes Sprudelgetränk anzubauen. 

Gleicher Kontinent nur etwas südlicher. Bei meinem letzten Besuch in der Maremma fiel die Emsigkeit auf, mit der große Erzeuger den Niederschlagsmangel ausgleichen wollen. Man legt Bewässerungsleitungen in den Rebgärten. Da so etwas teuer ist, macht das keiner freiwillig. Was hier also gerade passiert ist im Grunde folgendes, das Klima im Mittelmeerraum, das so genannte mediterrane Klima, wird trockner und die Feuchtigkeit wandert zu uns nach Mitteleuropa. Für die Winzer heißt das, entweder Du stellst dich dieser Tatsache und leitest Gegenmaßnahmen ein, also im Süden bewässern, im Norden und der Mitte muß man sich auf  zu  viel Wasser einrichten und die Reben vor Schimmel bewahren. Dagegen hilft Chemie, oder die Aufgabe von Flächen  in denen das Wasser steht. Da das auch gleichzeitg die Flächen sind, in denen die erlebte Kälte einiger Wintertage der letzten Jahre verharrte, wäre ein Umdenken hin zur klassischen Steillage der klügste Schritt. Gerade in der Saale Unstrut Region , gibt es genügend brachliegende Steillagen die wieder der Weinerzeugung zugeführt werden könnten. Gemessen an dem Aufwand in anderen Regionen eigentlich ein Klax.
Resümee, der Klimawandel stellt die Winzer in Europa vor neue Herausforderungen. Es wird viele Betriebe geben, die sich dem, wenn auch  unter Schmerzen, stellen. Andere, die es sich finanziell und organisatorisch nicht leisten können, werden aufgeben. Wiederum andere werden es nicht wahrhaben wollen, und verschlafen die Zeichen der Zeit. Die Gefahr die sich daraus ergibt, ist bereits im vollen Gange. Es entstehen Riesenunternehmen der Weinbranche, die Kapitalverwertungsmöglichkeiten suchen. Wein als Mittel zum Zweck, nicht als Genuß - und Kulturgut. Winzer dieser Welt, lasst nicht zu, dass eure Handwerkskunst  von der Börse vereinnahmt wird.
Wie bin ich darauf gekommen? Ach ja, Klimawandel! Aber was hat die Börse damit zu tun?
Tags: Winzer, Champagne, Maremma, Klimawandel, Mitteleuropa, Prowein
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.06.2013 um 13:26 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi Weinreise zu Antinori, Morisfarms, Azienda Agricola Sada - Ein Bericht


Eingang zur Tenuta Poggetti

Eine Weinreise ist immer eine schöne Sache. Wenn man aber die Möglichkeit hat, ein paar der bedeutensten Weingüter der Maremma und aus Bolgheri zu besuchen, dann hat man einfach großes Glück gehabt. Ein paar wenige Kunden von Vinamundi.de hatten dieses Glück des Tüchtigen. Sie haben tüchtig gekauft und lernten das Innenleben der Weingüter der Antinorifamilie Guado al Tasso, Le Mortelle und das Gemeinschaftsprojekt von Piero und Lodovico Antinori Tenuta Biserno kennen. Umrahmt wurde dieses Programm von Familienweingut Morisfarms, dem Pionier des Morellino di Scansano und dem Newcomer in Bolgheri dem Mailänder Industriellen Davide Sada und seiner Fattoria Carpoli.



Da die unseren und die Eindrücke unserer Kunden sehr stark waren, möchte ich den Reisebericht in 4 Teile gliedern. Beginnen möchte ich mit meiner großen Weinliebe, dem Weingut Morisfarms. Begibt man sich in die Gegend zwischen Grosseto und Massa Marittima, hat man keine Chance  dem Weingut Morisfarms zu entkommen. Zu klar und geheimnisvoll ist der allgegenwärtige Schriftzug des Avvoltore. Der für uns beste Wein der Upper Maremma wurde 15 mal in Folge mit 3 Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnet und ist das Flaggschiff der Weinkollektion von Morisfarms. Diesen Wein verdanken wir dem großen Weinmacher Adolfo Parentini. Er hat nun die Geschicke des Weingutes an seinen Sohn Julio Parentini übergeben. Unterstützt wird Julio von seinen beiden Cousins. Mit Julio verbrachten wir dann auch den ersten Abend in den Räumen der Tenuta Poggetti bei einem trefflichen  Maremma  Menü und den Weinen  der Familie Moris. Bei dieser Gelegenheit lertnten wir die Frau von Julio und das jüngste Familienmitglied der Parentinis kennen. Das Dinner wurde von der Ehefrau Julios zubereitet. Julio präsentierte die Weine und seine stolze Familie. Der erste Abend in der Toskana endete nach großartigem Essen und tollen Weinen am nächsten Tag und ließ die Erwartungshaltung aller Teilnehmer  anwachsen. Ob Sie enttäuscht wurden oder gar übererfüllt, erfahren Sie im nächsten Bericht am Montag.



Nach einem feinen Maremmaschmaus in den Räumen der Tenuta Poggetti von Morisfarms
Tags: Antinori, Tenuta Biserno, Guado al Tasso, Morisfarms, Adolfo Parentini, Avvoltore, Maremma, Bolgheri
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