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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 11.02.2013 um 20:55 Uhr | 0 Kommentare

Neues aus der Weinwelt

Eine der wohl wichtigsten Nachrichten aus der Welt der Weine ging praktisch unter. Im Dezember wurde bekannt, dass Robert Parker jr. nach 35 Jahren seinen Verlag Wine Advocat nach Asien verkauft hat. Parker bleibt jedoch Aufsichtsratsvorsitzender und wird fortan nur noch für den so genannten "Tasting Report" Weine aus dem Bordeaux und der Rhône verkosten und bewerten.
Wir meinen, schlauer Robert, das Imperium beginnt zu etwas zu bröseln, also nichts wie weg damit. Eine Frage bleibt, was machen nun die ganzen Parkerzitierer und noch viel wichtiger, was macht der Antiparker Industriezweig? Worüber wollen die jetzt schreiben? Der neue Herr an der Spitze heißt Soo Hoo Khoon Peng und wird vermutlich das unsinnigste aber anerkannteste Bewertungssystem der allgemeinen inflationären Bewegung anpassen. 1Mrd. Soo Hoo Kohoon Peng Punkte sind das Maß aller Dinge. (ein Scherz)
Eine eher traurige Nachricht kommt aus Italien. Genauer aus Montalcino. Dort hat ein ehemaliger Angestellter des renomierten Brunello Weingutes Case Basse aus Rache 62000 Liter Brunello der Jahre 2007-2012 in den Gulli gelassen. Der Schaden soll sich auf 7 Mio. Euro belaufen. Der Besitzer Gianfranco Soldera, ein strenger Verfechter alter Brunellotradition wird jedoch nicht aufgeben. 
Was gutes ist dagegen aus Deutschland zu hören: das deutsche Weingesetz beginnt zu bröseln und wendet sich dem romanischen Weingeist zu. Als erstes wurde die ohnehin nicht nachvollziehbare Bezeichnug b.A abgeschafft. b.A bedeutete bestimmte Anbaugebiete. Davor wurde noch ein Q gesetzt und fertig war der größte Nonsens deutscher Weingeschichte.

In ein paar Tagen gibts mehr!
Tags: Robert Parker Soo Hoo Khoon Peng, Case Base, Brunello, Montalcino, Bordeaux
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.02.2013 um 13:43 Uhr | 0 Kommentare

Maritimer Drahtzieher verkündet Nonsens!

Er hat es tatsächlich geschafft, mit Plattitüden, Kotzen vor laufender Kamera und diesem gewissen österreichischem Schmäh (na, na,  net Dollar, Schilling übertreiben woll mer´s net)*  in der Galeria Kaufhof  tapfer von der Wand zu grinsen. Das soll mich aber nicht abhalten, den selbsternannten NEUPARKER mal wieder was zu schreiben.  
In einer Zeitung vom 10.02.13 steht in seiner Schrift mal wieder unerträglicher Schwachsinn gepaart mit zutreffenden Bemerkungen über den einen oder anderen Wein. Er vekündet also folgende Theorie: "  Die meisten Weintrinker sind seit langer Zeit auf einen Weinstil eingestellt, der in den frühen 90er-Jahren von vornehmlich amerikanischen Weinjournalisten vorgegeben wurde. Blitzsaubere, fruchtige, tanninreiche und meist sehr alkoholische Weine, die auch in unseren Breiten trotz Kritik ("Coca-Cola-Weine") auf viel Gegenliebe stoßen. Diese Weine sind von der technischen Art der Herstellung geprägt sowie von kleinen Holzfässern und dem sogenannten Toasting, das dem Holz die Geschmacksrichtung gibt."
Man kann dieses Gerüst mit einer Frage aushebeln. Diese lautet: was war zuerst da, der Wein oder die Kritik der amerikanischen Weinjournalisten? Natürlich der Wein. Es wurden Weine bewertet und in Kritiken einbezogen, die tatsächlich die beschriebenen Merkmale enthielten. Diese schmeckten dem Kritiker und plötzlich, wie von Geisterhand, machten alle das Gleiche? Der Stand heute ist, 100 Punkte sind noch genau so unsinnig wie vor Zwanzig Jahren. Und doch schmecken diese Weine anders. Es in dem von Reinhard Löwenstein geprägten Begriff  "Coca Cola Wein" münden zu lassen, ist einfach nur dämlich  wie von Kevin Kline in ein Fisch Namens Wanda gespielt. Es trifft nicht, es ist pures Gelaber für  neureiche Yuppies. "Coca Cola Wein" ist  ein Getränk, so versteht es jedenfalls der, der diese Diskussion mal angeschoben hat, dass es möglich wird, dass  sich jeder Wein leisten kann. Im Gegenzug dazu sollte er in Kauf nehmen, dass diese Weine industriell hergestellt werden und überall auf der Welt gleiche Merkmale haben. Da ist noch kein Wort über Qualität und schon gar nicht über Geschmack gefallen. Ein Beispiel: Grange von Penfolds und Château Margaux erhalten immer hohe Bewertungen von Parker und sind doch grundverschieden. Einzig die Methoden der Herstellung, technische Möglichkeiten und Selektion im Weingarten sind ähnlich.  Die von Parker bewerteten Weine, sind (mit wenigen Ausnahmen vermutlich gut zahlender Sponsoren, Handelsmarken oder Handelsketten) in einem preislichen Bereich, der für die meisten Weintrinker eher unerschwinglich ist. 
Die Krönung des Donaukapitäns ist dann im weiteren  eine neue Gegenbewegung zu postulieren, die es schon immer gibt. Reinhard Löwenstein von der Terrassenmosel macht das seit 30 Jahren und wurde am Beginn nur belächelt. Heute legt sich jeder Winzer, der was auf sich hält,  bei Präsentationen einen Stein aus seinem  Weingarten auf den Tisch und erzählt von seinem Terroir. Völlig wurscht ob eine Erntemaschine durch die Reihen raddert oder jemand auf allen Vieren den Berg hoch kraucht. Alle beschwören Terroir und verteufeln den Fortschritt -aber nicht bei uns-, selbst Rotkäppchen und die machen nun wirklich "Coca Cola Wein".
Dafür nun Parker verantwortlich zu machen, ist eben einfach dumm.
Um es ab zu schließen, der Artikel ist wiedermal ein Kunstprodukt, weil mal wieder was geschrieben werden  musste (so der Vertrag ?) und ein guter Freund einen Wein transportieren wollte, von dem er zu viel auf Lager hat. Die Sache mit der Baumpresse macht es rund und dem geneigten Yuppie Weinpuristen läuft der Sabber.

* ist von Falco
Tags: Heymann Löwenstein, Parker, Coca Cola
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.05.2012 um 15:31 Uhr | 0 Kommentare

Ein Schiffslotsenseehund Parker`t ein

Da fragt man sich doch, was hat der gute Mann Euch denn bloß getan? Selbst der Meininger Verlag macht Front gegen Parker. Capaints sowieso und Hugh Johnson schon immer, aber bitte schön, verry Britsch - wie die Sachsen sagen.

Der Grund für die Aufregung sind Parkerpunkte für Weine die von Aldi verkauft werden. Gerechter Weise muß man sagen, dass sich Hugh Johnson schon immer gegen das System Parker ausgesprochen hat und sein System, dass letztlich im Kauf des Weinbergs gipfelt, gegen Parker verteidigte. Alle anderen, so meine  Vermutung, spüren den schwindenden Einfluß von Parker, der sich angreifbar gemacht hat, und wollen selber mal parkern. Wenn man aber Parker ablehnt und die Verrisse nehmen zu, dann müssen auch der Meininger Award, die Plakettenverteilung der Mundus Vini, die Berliner Weintrohpy, Concours Mondial und AWC in Wien bis hin zur DLG Preisverleihung und viele andere mehr hinterfragt werden. Machen Sie einfach den Versuch, und gehen sie zu einem Discounter oder sogar in eine Tankstelle. Auf jeder zweiten Flasche kleben Medaillen und die kleben darauf, weil sie dem unwissenden Konsumenten suggerieren sollen, es gibt schon tolle Weine für wenig Geld, sogar mit einer Goldmedaille. Geht es denn besser lieber Konsument?   Vorallem aber geht es um dein Geld. Wo ist da der Unterschied zu Parker? Der Vorwand es geht alles in eine Richtung die Parker bestimmt ist eben falsch. Ich hatte das Glück vor kurzem eine außergewöhnliche Weinprobe zu erleben. Jahrgang 2009 Bordeaux ,20 Weine mit mehr als 95 PP. Und ich sage Ihnen was, keine Gleichmacherei, jeder war anders, natürlich mit den auffälligen Merkmalen der jeweiligen Appellation.  

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde das Parkersystem, Gambero Rosso, Guia Penin und jedes andere auch, einfach nur unsinnig. Da es aber durchaus zum Verkaufsargument geworden ist, werde ich nicht die Lanze gegen die Windmühle richten. Ich sage ihnen auch warum, weil mir Parker und Consorten die Arbeit erleichtern. Das mag  oppertunistisch sein, meinetwegen, aber es ist auch oppertunistisch, an Parker kein gutes Haar mehr zu lassen, weil der Moment günstig erscheint, den Gambero Rosso oder sich selbst zu zitieren, Hineweise zu geben, wo man den besprochenen Wein  kaufen kann und  Medaillen zu verteilen. Man kennt sich eben.

Euch allen schöne Pfingsten!

Tags: Parker, Gambero Rosso, Hugh Johnson, Guia Penin,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 31.03.2012 um 09:24 Uhr | 0 Kommentare

Bordeaux 2009 kommt in die Regale

Der 2009 Jahrgang an der Gironde ist nach Auffassung aller Weinpäpstinnen und Weinpäpste das vermutlich Beste, was es seit dem 1982 Jahrgang gegeben hat. Die logische Konsequenz dieser Einschätzungen ist, die Weine dieses Jahrgangs werden rar und teuer sein.

Immerhin, 19 Weine wurden mit 100 Parker Punkten bewertet, und so quasi noch vor der S Klasse aus Sindelfingen, zum Importstar Nummer 1für China und Indien.

Aber liebe Freunde, für uns bleiben ja noch die vermeintlich "Kleinen", mit deren Preisen zwischen 10 und 50€ man vermutlich die zahlungskräftige, 400 Mio. große Mittelschicht beider Länder, wohl beleidigen würde.

Das schöne daran ist, dass auch diese Weine, ob nun links oder rechts der Gironde etwas von dem haben, was man gemein hin als "Großen Wein" bezeichnet. Freuen wir uns also auf diesen Jahrgang und genießen wir ihn so, wie es Europäer immer taten, in Demut und Freude und nicht in der Badewanne. Und wer die Möglichkeit hat, sich die eine oder andere Flasche mehr zu leisten, sollte es tun, man kann Weine steuerfrei vererben, oder ? Sei es drum, wir werden uns auf maximal 10 -15 Weine dieses Jahrgangs beschränken und ausführliche Angaben zur Lagerung etc. machen.

Tags: Parker, 100 Punkte, Gironde, Jahrgang 1982, Jahrgang 2009
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Rainer Albert Huppenbauer
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