Mein Warenkorb

Gesamt
0,00 EUR
weitershoppen

Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 24.11.2012 um 13:25 Uhr | 0 Kommentare

2012 Neuer Jahrgang bem Gleinaer Frank Böhme mit viel Temprament

Unter Berücksichtigung der ungünstigen Vegetationsverläufe, kann Frank Böhme mit seinem neuen Jahrgang  sehr zu frieden sein. Das Wichtigste, die Qualität, stimmt und besonders bei dem regional sehr beliebten Müller Thurgau, kann man von einem Spitzenwein sprechen. Wir wissen welchen Ruf Müller Thurgau im allgemeinen hat, in Bezug auf die Saale Unstrut Weine der Topwinzer, muß man sich nun endlich mal davon verabschieden.  Das es jedoch noch immer Winzer gibt die Müller Thurgau Filzpantoffelwein abfüllen, liegt nicht am Gebiet und der Rebsorte , es liegt an der Einstellung zu Qualität und Quantität. Zwischen Müller Thurgau von Pawis, Böhme, Gussek, Hey, Böhme Kirchscheidungen, Born und auch Triebe und das sich verbessert zeigende Landesweingut, liegen zum großen Rest  Welten.
Aber zurück zu Frank Böhme, sehr überzeugend, eigentlich wie in jedem Jahr der Weißburgunder. Mineralität und ausgewogener  Säure - Zuckerbilanz  und viel frische Fruchtaromen. Der Gutedel  ist ein grundsolider Wein, er schmeckt sehr ausgeglichen und weich.
Beim Bachus bleibt Frank Böhme seiner  Linie der letzten Jahre treu, feinherb mit etwa 15g Restzucker und einer angenehmen Säure (ca 8g), ein ausgezeichneter Speisenbegleiter. Alles in allem erwartet den Weinfreund ein qualitativ hochwertiger Jahrgang des Gleinaer Erzeugers. Allerdings durch Trockenheit und Waschbär in  kleineren Mengen als im Vorjahr verfügbar. Man sollte sich also  beim Kaufen beeilen.
Tags: Müller Thurgau, SaaleUnstrut, Frank Böhme, Gutedel, Bachus, Waschbär, Pawis, Gussek, Hey, Born y
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 13.11.2012 um 13:45 Uhr | 0 Kommentare

Gault Millau 2013 - die Winzer von der Saale und der Unstrut

Wenn man die Pressemitteilung des Gault Millau gelesen hat, kann man sich den Rest sparen. In einem stimme ich dem Gault&Millau zu, dass ist die Auswahl der Winzerbetriebe von der Saale. Ob nun 1 oder 3 Trauben, dass ist völlig wurscht. Es sind tatsächlich die besten Betriebe. Da ich nicht weiß ob Weingut Lützkendorf noch was abbekommen hat , wäre das die einzige Ausnahme. 
Warum nun der Gault Millau aber eine Provinzposse in seiner Pressemittteilung befördert bleibt sein Rätsel.
Da heißt es doch in etwa  :  es bahnt sich ein Machtwechsel an und der neue "König" heißt jetzt nicht mehr Pawis sondern Gussek. Da ich vermute, dass das beiden am .... vorbeigeht,  ist es eigentlich unwichtig, würde es nicht  ein deutliches Licht auf die ignorante Behandlung der hiesigen Weingüter in den letzten Jahren werfen. Andre Gussek, das weiß auch Bernard Pawis, ist seit langer Zeit auf Augenhöhe  mit dem Freyburger. Das Problem ist, ihr habt es nur nicht gemerkt und vermutlich so manche andere Veränderung auch nicht.  Ist aber auch schlecht, dass die nächste Autobahnauffahrt 20 km weg ist. 
Dennoch sei es erlaubt darauf zu verweisen, dass die beiden Könige an der Spitze Pawis / Gussek auch schon lange nicht mehr allein auf dem Gipfel sind. Es gibt keinen Grund, Matthias Hey und seine Weine in eine andere Kathegorie einzuordnen. Er gehört genau in diese Reihe, kann ja sein, dass die Filzzungen des Gault Millau irgendwann den Staub bei Seite wischen und es dann merken. Eine Autobahnabfahrt in der Nähe wird es nicht geben. Und wenn wir schon mal dabei sind, versucht doch einfach mal in Eurem Verlag Klarheit darüber zu schaffen, dass Weine von der Saale und der Unstrut eben ein bisschen anders sind als der durchschnittliche Wein der deutschen Oberklasse. Klar, es gibt einen Haufen unterirdischen Mist, aber liebe Freunde des guten Geschmacks, nennt mir einen Traminer, Riesling, Silvaner, Müller Thurgau  oder Weißburgunder Deutschlands in dieser  Qualitätsstufe der von Euch bewerteten Winzer, die eine derartige regionale Spezifik haben (die Mosel Mittelrhein und Rheingau möchte ich hier, in den mir bekannten Fällen  eindeutig ausklammern) . Kein Resultat? Na dann sucht mal weiter. Ich jedenfalls vermisse in vielen hochgelobten Weinen aus der Pfalz, aus Baden, Franken oder sonst wo her Charaktere. Es sind tolle Weine und natürlich gibt es Ausnahmen auch in den genannten Gebieten, aber wenn ein Frankenwein wie ein Wein aus Umbrien und ein Pfälzerwein nach  Australien schmeckt,  läuft was schief. Die 5 Topwinzer von der Saale machen eben Weine, die nicht in diesen - von Journalisten und selbsternannten Testern mit Anschluß an befreundete Weingüter - Einheitsbrei passen und genau deshalb sind sie  ausverkauft.   Wir erleben im Versand täglich positive Reaktionen auf gerade diesen Unterschied.  Na dann Prost.

Tags: Gussek, Pawis, Hey, Gault Millau
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 04.10.2012 um 10:34 Uhr | 0 Kommentare

Tag der Deutschen Weineinheit

Ein Tag voller Sonne lockte viele Menschen in die Natur. Da Natur in unserer Region auch immer etwas mit Wein zu tuen hat, versammelten sich die Feiernden bei den Winzern. Bei einem meiner Lieblingswinzer war geschlossen, da der Feiertag nun mal mitten in die Lese fällt. Und für ein kleines Familienweingut wie das der Familie Hey ist das durchaus nachvollziehbar. Dennoch ein kleiner Plausch mit dem Winzer war für uns drin. Matthias Hey lobt die zu erwartenden Qualitäten, besonders der Rotweine, und machte sich wieder an die Arbeit. Danach ein Besuch beim Primus der Saale - Unstrut - Region, dem Weingut Pawis.  Der Parkplatz und die Zuwegung ließ erkennen, dass das Weingut Pawis in Deutschland angekommen ist. Aus allen Landesteilen kamen die Besucher. Man hatte den Eindruck, dass es in Deutschland verboten ist, ein Auto unter 5-BMW, E-Klasse von Mercedes oder Audi A 6 zu fahren. Das Team des Weingutes Pawis leistete Schwerstarbeit und alle waren zu frieden. Ein mir bekannter Immobilienmakler aus Leipzig  lobte dann auch das Gut, aber wie die S-Klasse fahrenden Sachsen nun mal sind: "nu, nu aber teuer. In Rheinhessen kriegt man für`s gleiche Geld das Doppelte, nu, nu". Warum, so fragt man sich, fährt er dann nicht nach Rheinhessen?
Nach dem Abschwellen des Besucherstroms ging Bernard Pawis dann in den Keller und öffnete zum Jahrestag seinen ersten abgefüllten Riesling. Der Jahrgang dann auch symbolträchtig, ein 1990-er. Danach noch einen kleinen Schluck
1998 - er Riesling. Beide Weine waren, nach dem der Sauerstoff den muffigen Flaschton verjagte, noch gut im Saft und selbst der 1990 - er noch als Riesling zu erkennen. Der 1998 öffnete sich langsam und offenbarte sich als klasse Wein.  Dazu erzählte Bernard Pawis eine wunderbare Geschichte, die alle Politikerreden zum Tag der deutschen Einheit  unwichtig erscheinen ließ. Bernhard Pawis erklärte, wie er in Ermanglung einer Presse mit dem Wagenheber seines Trabbis an das Pressen der Trauben ging. Ich habe herzhaft gelacht und mich sehr gefreut, dass  Bernard Pawis, als einer der besten deutschen Winzer, nicht vergessen hat, wie alles anfing.   Die junge Geschichte seines Weingutes wäre ohne die deutsche Einheit nicht denkbar, aber sie zeigt auch,dass diese Einheit  eben durch die einfachen Menschen gemacht wurde. Die Politiker waren nur zu Gast und hätten es beinah versemmelt. Die Kanzlerin würde in ihrer unnachahmlichen Art es etwa so ausdrücken: "Ohne die Menschen da Draußen, ihren Mut und ihre Leidenschaft ....." Ich frage mich manchmal, was sie wohl mit "da Draußen!" meint? 

Tags: Weingut Hey, weingut Pawis, Riesling, Saale - Unstrut,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 30.09.2012 um 19:25 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Pawis und ein wunderschöner Sonntag

Was war das für ein Tag. Die Sonne blinzelte die Augen wach, Frühstück mit Marlene Dietrich - Rührei, Spaziergang am Geiseltalsee und am Nachmittag auf dem Gut Zscheiplitz von Bernard Pawis. Die Straußenwirtschaft lockt jede Menge Besucher,die Sonne war gut aufgelegt, der Winzer war am arbeieten und die Weingenießer kamen auf ihre Kosten. Wir dachten uns, keine Kompromisse und orderten einen Grauburgunder Großes Gewächs. Feines, zartes Rotgold im Glas, Aromen, die sich grazil entfalteten, wurden minütlich besser wahrnehmbar. Man schmeckte den Grauburgunder, das Holz blieb bedeckt aber ahnbar. Dazwischen dann immer mal der Winzer mit einer kleinen Kostprobe Zweigelt Barrique und Dornfelder Barrique 2011. Beide Weine großartig mit den sortentypischen Merkmalen ohne zu verfälschen. Der Dornfelder mit Schattenmorelle, der Zweigelt mit reifer Pflaume. Dann gab es einen kurzen Abstecher in den Keller und den Winzer über die Schulter geschaut. Zum Schluß dann Riesling Auslese 2011. Finesse im Spiel zwischen Zucker und Säure. Beste Balance, Pfirsich und Zitrus lang hin. Die Nase schwimmt in Aromen filligraner Kräuter und etwas Süßem. Der Tag gelungen und unter den Besseren verbucht. Unsere Empfehlung, noch einen Monat Straußenwirtschaft bei Familie Pawis, nichts wie hin.

Tags: Weingut Pawis, Grauburgunder Großes Gewächs, Geiseltalsee, Dornfelder, Zweigelt
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 12.09.2012 um 18:46 Uhr | 0 Kommentare

Freyburger Winzerfest 07.09. - 10.09.2012

Eigentlich waren die Vorzeichen nie besser wie in diesm Jahr: Großer Jahrgang 2011, tolles Wetter, schöne Stadt und doch verflacht da etwas. Kann natürlich sein, dass es einem nur so vorkommt, weil einfach immer das Gleiche  passiert  wie in jedem Jahr. Erschreckend avantgardistisch war es noch nie. In einem Weinbauverband sitzen nun mal keine Revolutionäre, aber eine solche Tristesse (mit wenigen Ausnahmen, z.B. die Winzerjugendecke) ist beängstigend. Noch mal 5 Jahre hin, dann gibt es nur noch Teppich-, Gartenzwerg- und Bierhändler. Großes Kino auch auf der Bühne, immerhin Andreas Holm & Thomas Lück, (ich dachte die wären mit Heinz Quermann abgetreten, aber nein sie leben) hatten ihre besten Zeiten  in den 70-er Jahren, aber die kannte man wenigstens. Vor der Bühne, ein auf gemütlich getrimmtes, kampftrinkbereites Weinvolk. Also mal ehrlich, diese Fest verdient seinen Namen nur noch zu 30%. Einige der besten Winzer (Pawis, Hey, Böhme Kirchscheidungen) glänzten durch Abwesentheit, was aus meiner Sicht durchaus verständlich ist.  Andere sollten nachziehen, wenn die Veranstaltung ihren Charakter weiter in Richtung grobes Volksfest verändert. . Die Konzentration der besten Weine war ohnehin in der Jugendkurve, bei der völlig auf sich gestellten Winzerjugend. Dort gab es dann Hey und Pawis und die beste Bratwurst in der ganzen Stadt.
Wenn man dieses Fest seiner ursprünglichen Bedeutung wieder zuführen möchte, dann sollte man schleunigst den Wein wieder in den Mittelpunkt stellen. Der Trödelmarkt mit überdimensionierten Imbissbuden von der Nordsee bis zum Baltikum und im Süden nach Marokko muß verschwinden. Die Fläche wird dadurch kleiner,  handhabbarer und vorallem effizienter. Weniger ist auch hier mehr. Die Winzervereinigung sollte sich generell einschränken. Jeder zweite Stand, egal ob Knöpfe, Schmuck, Bratfisch oder Waffeln , verkauften obendrein auch noch warmen Wein von der Winzervereinigung.
Rotkäppchen, das angebliche Aushängeschild der Region, ist dieser schon längst entwachsen und füllt bestenfalls Weine aus Rheinhessen und Baden ab. Darauf kann man verzichten.  Was also tun? Wir empfehlen dem Weinbauverband, die Fläche auf rund um den Markt zu konzentrieren. Das Wort Winzerfest ist auszufüllen, sonst wird der Trödelmarkt immer größer. Ich bin gern  bereit, jede Menge neue Ideen in ein würdiges Winzerfest einzubringen.

Tags: Winzerfest, Freyburg, Pawis, Böhme Hey,



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
Dorfstraße 13
06632 Mücheln OT Branderoda

T. +49(0)3445-6592819

info@vinamundi.de