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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 04.05.2012 um 12:35 Uhr | 0 Kommentare

Gedanken zum Muttertag, Mutti mag es fruchtig und nicht zu trocken

Wie in jedem Jahr, so auch in diesem, ehren wir unsere Mütter im Monat Mai. Was nun aber schenken? Kasten Bier ? Strauß Rosen? Langweilige M... Pralinen  aus der Werbung?

Falsch, Mutti überraschen ist die Devise 2012 und zwar mit einem Wein aus 2011. Erzeuger ist Bernard Pawis, der Wein hört auf den schönen Namen Rosalie und er ist Kult. Ich verspreche Euch, ein solches Kistchen an Mutti geschickt, und die Sache mit der Anzahlung für das neue Auto geht klar. Letzteres steht natürlich nicht im Vordergrund an diesem Tag, aber Mutti wird es zu schätzen wissen.

Stellen Sie sich einfach folgende Szene vor, Mutti ist im Vorgarten und schnuppert am Flieder, da kommt Frau Klingbeil - Bagwahn vorbei und fragt cool lächelnd: "na was hat ihnen ihr Gert -Rüdiger denn diesmal zum Muttertag geschenkt? Etwa wieder M... Ch...?"

"Nein, es ist ein schöner Wein der Rosalie heißt und er schmeckt nach dieser Kirsche und den roten Beerchen aus meinenem Garten, na Sie wissen schon." ... kichert, .. " na dann noch einen schönen Tag mit Ihrem Wein." Geht nachdenklich weiter.

Diese Geschichte ist eine wahre Begebenheit und ereignete sich im Großraum Leipzig, die Frau Klingbeil - Bagwahn heißt in Wirklichkeit anders, ist aber auch in der SPD. Die Moral von der Geschichte, denkt an die Nachbarn Eurer Mütter.  

Tags: Muttertag, Bernard Pawis, Rosalie, SPD
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 21.04.2012 um 12:30 Uhr | 0 Kommentare

Gemeinsame Jungweinprobe Saale Unstrut und Sachsen

Die gemeinsame Jungweinprobe von Winzerbetrieben aus Sachsen, Thüringen und Sachsen Anhalt fand in diesem Jahr im Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg statt.

Um es Vorweg zu nehmen, diese Jungweinprobe war eine gelungene Leistungsschau der ostdeutschen Winzer.

Die Besten

Der zweite große Eindruck, die Topbetriebe der letzten Jahre (Schloss Proschwitz, Bernard Pawis und Lützkendorf) konnten ihre Positionen festigen. Aber, und das sei ausdrücklich erwähnt, zu diesen 3 Betrieben gesellen sich nach und nach Winzer, die auf absoluter Augenhöhe Weine präsentierten, die jeglichen Anforderungen an außergewöhnliche Weine genügen.

Dazu gehören vor allem Weingut Hey und das Weingut Gussek gefolgt vom Weingut Böhme und dem Gleinaer Weingut Böhme. Alle diese Winzer, sowohl die 3 VdP Weingüter, als auch die letztgenannten haben ihren unverkennbaren Stil gefunden und erzeugen Jahr für Jahr konstant, die besten Qualitäten der Region.

Aus den angebotenen Weinen der Anbaugebiete ragten für uns die Weiß - und  Grauburgunder, die Riesling Spätlesen und die Traminer noch heraus. Legendär auch in diesem Jahr die Scheurebe von Schloß Proschwitz.

Unser Team, insgesamt 5 Verkoster, war sich einig, dass die angebotenen Qualitäten dieser Betriebe mit zum besten gehört, was in den letzten 15 Jahren an Weinen in der Region erzeugt wurde.

Die Endeckungen  

Hier sind uns vorallem 4 Betriebe aufgefallen, die mit einfachen gut strukturierten Weinen punkten konnten. Dazu gehöhren die Betriebe Born aus Höhnstedt, mit klassischen Saale - Unstrut Gewächsen fast ohne Restsüße.Leider war das Weingut nur mit einem Riesling Kabinett vertreten. Das Weingut Hubertus Triebe aus Würschwitz mit einem hervorragenden Bacchus QbA. Das Weingut Matyas aus Sachsen mit einem ausgezeichneten Müller Thurgau. Einen guten Eindruck geprägt von Frische und Mineralität hinterließen auch die Weine vom Weingut Zahn aus Thüringen.

Die  konnten es schon besser 

In der Weinwelt  unserer Tage ist es oft so,  dass die Erzeuger mit den größten Flächen die besten Ergebnisse erzielen können, weil sie variabel sind. Von ihren großen Flächen und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten profitieren die besten Weingüter der Welt. Sei es im Bordeaux, dem Burgund oder in Übersee. Sie schöpfen aus unterschiedlichen Bodenverhältnissen und unterschiedlichen mikroklimatischen Bedingungen.                                                               

An der Saale hellem Strande ist es nicht so. Die großen Betriebe wie Herzer, Thürkind, Deckert,  die Winzervereinigung Saale - Unstrut,  und das 50 ha große Staatsweingut Klosterpforta könnten unserer Meinung nach, allein vom Potential ihrer Lagen, deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Sie machen natürlich keine schlechten Weine, aber der Abstand dieser Weingüter zu den Qualitäten der oben genannten ist enorm.

Die Enttäuschung

Das die Manschaft, um Prinz zur Lippe es versteht hervoragende Weine zu erzeugen, muß man nicht erwähnen. Welcher Teufel aber nun einen erfolgreichen Weinerzeuger reitet einen 50ha großen Rübenacker zu bereben, bleibt sein Geheimnis. Die vorgelegten Weine, unter dem Wappen des Prinzen und dem Namen Weinhaus Weimar, blieben weit hinter dem eigenen Qualitätsanspruch zurück. Und ehrlich gesagt, sie haben auch nicht geschmeckt. Einzig die typische Nase des Sauvignon Blanc ließ ein bischen Freude aufkommen. Danach war nichts was im Gedächtnis blieb. Flach und oberflächlich beschreibt es wohl am besten. Mag sein, dass auf Grund der jährlichen Massenaufläufe von Touristen aus Asien und dem Rest der Welt in Weimar der Wein ein Erfolg wird, besser wird er dadurch nicht. Allein der Transport von Weimar nach Dresden, wo die Trauben verarbeitet werden, ist mir ein Rätsel. Die Qualität muß einfach leiden. 

Sei es drum, der Wein von der Lage "Bahnlinie Kromsdorf" wird verkauft werden und die Weimarer lieben ihn heute schon. Na dann Prost.  

Résumé

Unsere Toperzeuger Die Top10 des Jahrgangs 2011

1. Weingut Pawis

2. Schloß Proschwitz

3. Weingut Hey

4. Weingut Gussek

5. Weingut Lützkendorf

6. Gleinaer Weingut Böhme 

7. Weingut Böhme Kirchscheidungen

8. Weingut Born

9. Weingut Jan Ullrich Seußlitz

10. Weingut Matyas, Weingut Zahn

Bei den Weinen haben wir uns auf die "populären" beschränkt und dennoch zur Kenntnis genommen, dass die Experimentiefreudigkeit ein sehr hohes qualitatives Niveau erreicht hat.

Kategorie bester Wein von den vorliegenden Weinen bei der Jungweinprobe:

Müller Thurgau

Sachsen: Weingut Matyas und Weingut Schloss Proschwitz

Saale Unstrut: Hubertus Triebe

Riesling Spätlese

Sachsen: Weingut Schloss Proschwitz

Saale Unstrut: Weingut Bernard Pawis und Weingut Hey

Weißburgunder QbA

Sachsen: Weingut Schloss Proschwitz

Saale Unstrut: Weingut Uwe Lützkendorf

Weißburgunder Prädikatswein

Sachsen: nicht vergeben

Saale Unstrut: Weingut Bernard PawisWinzerhof Gussek und  Weingut Hey

Grauburgunder Prädikatswein

Sachsen: Schloß Proschwitz

Saale Unstrut: Winzerhof Gussek für Jahrgang 2010 Barrique und Weingut Bernard Pawis

Traminer QbA

Sachsen: Weinbau Frédéric Fourré

Saale Unstrut: nicht vergeben

Traminer Prädikatswein

Sachsen: Weingut Schloss Proschwitz

Saale  Unstrut: Weingut Klaus Böhme und Weingut Uwe Lützkendorf

Rotwein:

Winzerhof Gussek für 2009 Spätburgunder Barrique

 

Die Top 3 Weine der Verkostung

1. Weißburgunder - Grauburgunder Cuvée Nr. 1 Weingut Hey

2. Weißburgunder Spätlese trocken Weingut Bernard Pawis

3. Grauburgunder 2010 Barrique Winzerhof Gussek

Allen viel Spaß beim Verriß unserer Meinung. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion.

Tags: Prinz zur Lippe, Weingut Pawis, Jungweinprobe, Weingut Matyas, Weingut Böhme, Weingut Gussek, Weingut Hey, Weingut Born
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 29.03.2012 um 12:42 Uhr | 0 Kommentare

Kork,Kunstoff, Glas oder Schraubverschluß?

Wer hat es nicht schon erlebt, Weihnachten, Gänsebraten und Papi öffnet den 1954  Château Petrus, ein Erbstück und dann der Aufschrei:"Hilde, der Wein hat Kork!".  Weihnachten gelaufen, in dem Fall, äußerst dumm.

Was also tun,   der Trick mit der Frischhaltefolie vertreibt zwar den Korkton, aber eben auch jeglichen anderen Geschmack. Brief an Petrus schreiben und um Tausch bitten? Eher wohl ein Leben lang ärgern und auf Demenz hoffen, so dass der schrecklichste Augenblick im Leben eines Weinfreaks, schnell vergessen wird?

Nun ist die Sache eigentlich klar, es müssen andere Verschlüsse her, die den Weihnachtsabend retten und die Sehnsucht nach Demenz vertreiben.

Die Angebote sind reichhaltig und zu weilen auch optisch gut gelöst. Den größten Fortschritt in Punkto Optik hat der Dreh - oder auch Schraubverschluß gemacht. Wäre da nicht dieses "Knack" sondern der fast lautlose "KWIETSCHBLUPPP", wäre alles schön.

Nun aber mal im Ernst liebe Puristen des Eröffnungstons, der Inhalt zeigt den Meister, und all dass was jung getrunken werden soll, kann auch mal KNACK machen. Reinhard Löwenstein ist, vermutlich aus Ärger über Korkschmecker, teilweise zum  Drehverschluß übergegangen. Spätestens jetzt ist diese Verschlußart salonfähig. Der Glasverschluß mit Silikondichtung ist bei den besten Weinmachern Österreichs schon lang kein Thema mehr und der Star von Saale - Unstrut, Bernhard Pawis,  verwendet zum Teil Kunststoff, wie viele andere auch.

Hier nun unsere durchaus anzuzweifelnde Regel:

Große, lang lagerfähige Rotweine und Weißweine ; KORK, dieser ist Sauerstoff durchlässig und ermöglicht eine optimale Reifung.

Weine für mittlere Reifung (bis 6 Jahre), Chianti Classico, Rhône, Südfrankreich, Norditalien; von Kork über Glas-und Schraubverschluß bis Kunstoff, alles möglich.

Jung zu trinkende Rot - und Weißweine;  Kunstoff- und Drehverschluß.

Es wird immer Ausnahmen geben. Der Grund dafür ist, dass zum Beispiel kleine Winzerbetriebe sich neue Maschinen für Drehverschlüsse nicht leisten können. Aber auch hier ist eine Entwicklung zu erkennen, dass durch Innovation und neue Technologie  auch diesen Winzern der Schraubverschluß zugänglich gemacht wird.

Was Château Petrus betrifft wird alles so bleiben wie es war. KORK. Daher unserer Empfehlung, kaufen Sie sich lieber 600 Flaschen Müller Thurgau von Pawis oder Böhme, als eine Flasche Petrus. Sie haben das ganze Jahr Spaß, schonen die Korkeichen und keinen Ärger an Weihnachten. Wir wünschen fröhliche Ostern.

Tags: Château Petrus, Weingut Pawis, Schraubverschluß, Kork, Glasverschluß
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 11.03.2012 um 13:11 Uhr | 0 Kommentare

Rieslingfeuerwerk bei Jungweinprobe auf Weingut Pawis

Am 10.03.2012 fand auf dem Weingut der Familie Pawis eine, aus meiner Sicht, denkwürdige Jungweinprobe statt. Bernard Pawis und sein kleines familiäres Weinteam präsentierten Weine, die in Ihrer Gesamtheit zum Besten zählt, was ich je getrunken habe.  Eine Kollektion von Weinen am oberen Limit ohne Ausfälle, aus denen die Rieslinge noch herausragen. Sicher, die Natur hat es in 2011 mit den Saale Winzern gut gemeint, aber dennoch spürt man bei jedem Wein dieser Jahreskollektion die unverwechselbare Handschrift von Bernard Pawis. Es ist diese Ausgewogenheit und Komplexität gepaart mit Frische, Frucht und Feingliedrigkeit im Duft und am Gaumen, die seine Weine kennzeichnen.

Es ist eine beinah philosophisch zu nennende Herangehensweise die da praktiziert wird. In den Weinen der Familie Pawis wird traditionelles ebenso gepflegt wie modernes, gutes bewahrt und weiter entwickelt, unnötiges abgelegt.

Es sind Saale-Unstrut Weine und sie haben doch Merkmale großer  Weine anderer Breiten ohne zu verfälschen, ein Silvaner ist ein Silvaner und kein Orvieto, wie manchmal in Franken zu schmecken. Großes Kino auch in diesem Jahr wieder die Burgunder, die noch etwas Zeit brauchen, vor allem und naturgemäß der Spätburgunder. Aber man kann sichauf rosige Zeiten mit diesen Weinen freuen.

Die anderen Roten von Regent und  Portugieser zum  Dornfelder und Zweigelt ist alles besser, als man es schlicht weg von Saale Unstrut erwartet. Allen Zweiflern, ich gehörte selbst lange dazu sei gesagt, probieren sie den Pawis Zweigelt oder den Dornfelder aus dem Barrique, sie werden überrascht sein.

Alles in allem, von den einfachen Qualitäten bis hin zu den Topweinen und nicht zu vergessen die drei Auslesen zum Teil spontan vergoren, erwartet uns ein Pawis Jahrgang, wie er in seiner Gesamtheit für mich noch nie besser war. Herzlichen Glückwunsch und Danke für diese Weine.

Tags: Jungweinprobe, Weingut Pawis, Bernard Pawis, Kerstin Pawis, Saale- Unstrut Weine
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.02.2012 um 13:41 Uhr | 0 Kommentare

Kultur, Wein und kulinarisches

Die Winzerbetriebe Hey und Pawis bereichern auch in diesem Jahr wieder die kulturelle Landschaft zwischen Naumburg und Freyburg. Mit vielfälltigen Veranstaltungen locken beide Betriebe Wein und Kunstliebhaber gleichermaßen auf die Weingüter. 

Höhepunkte dieser Veranstaltungen sind auf dem Weingut Pawis die Veranstaltungen " Kultur und Gut" auf denen sich Spitzenköche mit Menüfolgen und Künstler unterschiedlicher Genres präsentieren. 

Termine 14.04.2012 und 25.08.2012.

Unser Tipp

Am 25.08.2012 kocht Ralf Kannegießer vom Schloßrestaurant Droyßig. Das sollte man nicht versäumen. Kreativität und regionale Bodenständigkeit bei der Produktauswahl überzeugen jeden Gourmet. Kannegießer fängt dort an zu kochen, wo andere glauben fertig zu sein.

Weiterhin zu erleben auf dem Weingut Pawis

04.08.2012 Weißweinparty

08.09.2012 Große Rieslingprobe

07.07.2012 Wein, Jazz und Barbeque

weitere info unter  www.weingut-pawis.de


Das Weingut Hey hat in den letzten Jahren immer versucht, eine Symbiose aus Wein und Kultur zu formen. Auch in diesem Jahr hat die Familie Hey wieder einige feine Veranstaltungen geplant.

Besonders erwähnt seien hier die literarischen Momente in Form von Lesungen. So zum Beispiel am

16.06.2012 "Maria, ihm schmeckt`s nicht"  gelesen von Schauspieler und Regisseur Paul Sonderegger . Dazu kocht der "Dauergastkoch des Weingutes"  Antonio von der Trattoria Gallo Nero, ein feines Menü.

Weitere ausgewählte Termine:

07.07. und 08.09.2012 Sommertheater (Gastspiele des Naumburger Theaters)

27.07.2012 Alles Riesling oder was?

29.09.2012 Mittsommernachts - Träumerei

Weitere info unter www.weinguthey.de

Im Übrigen warten beide Betriebe in diesem Jahr erstmals mit einem spontan vergorenen Riesling auf. Man darf sich freuen und trauern zu gleich,  die Qualitäten sind  einzigartig , die Mengen eher bescheiden.

Allein es gewagt zu haben, ist allemal mehr wert, als nur auf die Sonne zu warten. Dank an beide  für wirklich große Weine.

Tags: Weingut Pawis, Weingut Hey, Kultur und Gut, Maria, ihm schmeckt´s nicht, Riesling, Naumburger Theater, Schloßrestaurant Droyßig, Bernd Kannegießer, Trattoria Gallo Nero,



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Rainer Albert Huppenbauer
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