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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.08.2012 um 09:55 Uhr | 0 Kommentare

Menüabend auf Weingut Pawis in Zscheiplitz bei Freyburg



Ein bis zweimal im Jahr erhalten Köche und Restaurants aus verschiedensten Regionen die Möglichkeit, ihre Kunst einem ca. 80 köpfigen Publikum auf dem Familienweingut Pawis zu präsentieren. So geschehen auch am 25.08.2012. Diesmal war das Schloßrestaurant Droyßig mit Küchenchef Ralf Kannegießer vertreten. Kannegießer, ein Koch der im Leben steht und der regionale Küche mit verspielten Einflüssen anderer Landschaften bereichernd verknüpft. Die große Langeweile der restlichen regionalen Anbieter der Saale - Unstrut - Region wird man bei ihm nicht  finden. Also Worte wie Spargelwochen, Schnitzelwochen, Pfifferlingswochen, Gänsewochen und so weiter sind in seinem Restaurant tabu. Natürlich gibt es das alles auch bei ihm, es ist aber nie langweilig. Wer es geschafft hat mal eine seiner Suppenkreationen, seine Droyßiger Landente oder im Februar norwegischen Winterkabeljau "Skrei" zu genießen, nimmt Weg nach Droyßig gern in kauf. Bei ihm regiert nicht Einfallt sondern Einfall und zwar auf bestem Niveau.



Über den Gastgeber des Abends, besser die Gastgeber, die Familie Pawis etwas zu schreiben, ist im Grunde nicht schwer.   Das Problem dabei ist nur, dass man immer meint, es ist schon alles gesagt. Was die erstaunte Gemeinde dann aber geboten bekam, ist aus Weintrinker`s Sicht schon unglaublich. Einzig der Sprung vom tadellosen Weißherbst zum grandiosen  Weißburgunder vom Edelacker war etwas groß. Der vermeintliche Rückzug nach dem Weißburgunder auf den Riesling "Selektion",  war für alle mit Geschmacksnerven ausgerüsteten Gäste eine  schwer zu toppende Offenbarung. Der Anspruch war sehr hoch und für mich die Überraschung des Abends. Der zum Hauptgang gereichte Zweigelt aus dem Jahr 2011 straft alle die Lügen, mich eingenommen, die einen solchen Rotwein hier im Norden für unmöglich halten. Der Abschluß dann, eine wirklich ausgezeichnete Auslese vom  blauen Silvaner. Die Kombination dieses Weines mit dem Dessert war aus meiner Sicht nicht ganz glücklich. Das Spiel des Silvaners, zwischen Süße  und Säure, kam dabei etwas unter die Räder.

Das Menü von Ralf Kannegießer war aus meiner Sicht gelungen und da ich weiß was es heißt ein 5 Gang Menü für 80 Menschlein auf 15 m² zu zubereiten, verzeiht man gern, wenn mal ein kleines Fehlerchen zu erkennen war. Eine Idee in Geschmack zu verwandeln, ist eine seltene Gabe, Ralf Kannegießer verfügt über diese.

Der Abend war einer der besseren die ich erleben durfte, auch und gerade wegen der Winzerfamilie,  ihrem Personal und einem Gastkoch, der es verdient hat, als bester Koch der Region bezeichnet zu werden.


Tags: Pawis, Weißburgunder, Riesling S, Schloßrestaurant Droyßig, Ralf Kannegießer
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Rainer Albert Huppenbauer
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