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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 04.10.2012 um 10:34 Uhr | 0 Kommentare

Tag der Deutschen Weineinheit

Ein Tag voller Sonne lockte viele Menschen in die Natur. Da Natur in unserer Region auch immer etwas mit Wein zu tuen hat, versammelten sich die Feiernden bei den Winzern. Bei einem meiner Lieblingswinzer war geschlossen, da der Feiertag nun mal mitten in die Lese fällt. Und für ein kleines Familienweingut wie das der Familie Hey ist das durchaus nachvollziehbar. Dennoch ein kleiner Plausch mit dem Winzer war für uns drin. Matthias Hey lobt die zu erwartenden Qualitäten, besonders der Rotweine, und machte sich wieder an die Arbeit. Danach ein Besuch beim Primus der Saale - Unstrut - Region, dem Weingut Pawis.  Der Parkplatz und die Zuwegung ließ erkennen, dass das Weingut Pawis in Deutschland angekommen ist. Aus allen Landesteilen kamen die Besucher. Man hatte den Eindruck, dass es in Deutschland verboten ist, ein Auto unter 5-BMW, E-Klasse von Mercedes oder Audi A 6 zu fahren. Das Team des Weingutes Pawis leistete Schwerstarbeit und alle waren zu frieden. Ein mir bekannter Immobilienmakler aus Leipzig  lobte dann auch das Gut, aber wie die S-Klasse fahrenden Sachsen nun mal sind: "nu, nu aber teuer. In Rheinhessen kriegt man für`s gleiche Geld das Doppelte, nu, nu". Warum, so fragt man sich, fährt er dann nicht nach Rheinhessen?
Nach dem Abschwellen des Besucherstroms ging Bernard Pawis dann in den Keller und öffnete zum Jahrestag seinen ersten abgefüllten Riesling. Der Jahrgang dann auch symbolträchtig, ein 1990-er. Danach noch einen kleinen Schluck
1998 - er Riesling. Beide Weine waren, nach dem der Sauerstoff den muffigen Flaschton verjagte, noch gut im Saft und selbst der 1990 - er noch als Riesling zu erkennen. Der 1998 öffnete sich langsam und offenbarte sich als klasse Wein.  Dazu erzählte Bernard Pawis eine wunderbare Geschichte, die alle Politikerreden zum Tag der deutschen Einheit  unwichtig erscheinen ließ. Bernhard Pawis erklärte, wie er in Ermanglung einer Presse mit dem Wagenheber seines Trabbis an das Pressen der Trauben ging. Ich habe herzhaft gelacht und mich sehr gefreut, dass  Bernard Pawis, als einer der besten deutschen Winzer, nicht vergessen hat, wie alles anfing.   Die junge Geschichte seines Weingutes wäre ohne die deutsche Einheit nicht denkbar, aber sie zeigt auch,dass diese Einheit  eben durch die einfachen Menschen gemacht wurde. Die Politiker waren nur zu Gast und hätten es beinah versemmelt. Die Kanzlerin würde in ihrer unnachahmlichen Art es etwa so ausdrücken: "Ohne die Menschen da Draußen, ihren Mut und ihre Leidenschaft ....." Ich frage mich manchmal, was sie wohl mit "da Draußen!" meint? 

Tags: Weingut Hey, weingut Pawis, Riesling, Saale - Unstrut,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.09.2012 um 11:03 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut, was bringt derJahrgang 2012?

Die Weinleese an der Unstrut hat begonnen. Die Gemütszustände der Winzer sind zweigeteilt. Bei den frühreifen Sorten Müller Thurgau und Silvaner wird das Ergebnis nicht berauschend sein. Wenig Masse und es fehlt wohl etwas an Säure. Beim Riesling und andere späte Sorten, etwa Burgunder sieht es derweilen nicht so schlecht aus. Natürlich kein Vergleich mit dem Jahrgang 2011, aber  es werden wohl ansprechende Qualitäten.  Und auch in diesem Jahr wird es so sein, dass die Winzer, die am besten im Weinberg gearbeitet haben, auch die besten Weine erzeugen werden. Der Vegitationsverlauf könnte durch den nächtlichen Regen vom 18.09.-19.09. und der angekündigten Sonne der nächsten Tage, noch einen kleinen Kick bekommen. Lassen wir uns überraschen und freuen uns auf den kommenden Jahrgang. 

Tags: Unstrut, Saale Unstrut Weine, Riesling, Müller Thurgau, , Silvaner, Burgunder, Jahrgang 2011
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.08.2012 um 09:55 Uhr | 0 Kommentare

Menüabend auf Weingut Pawis in Zscheiplitz bei Freyburg



Ein bis zweimal im Jahr erhalten Köche und Restaurants aus verschiedensten Regionen die Möglichkeit, ihre Kunst einem ca. 80 köpfigen Publikum auf dem Familienweingut Pawis zu präsentieren. So geschehen auch am 25.08.2012. Diesmal war das Schloßrestaurant Droyßig mit Küchenchef Ralf Kannegießer vertreten. Kannegießer, ein Koch der im Leben steht und der regionale Küche mit verspielten Einflüssen anderer Landschaften bereichernd verknüpft. Die große Langeweile der restlichen regionalen Anbieter der Saale - Unstrut - Region wird man bei ihm nicht  finden. Also Worte wie Spargelwochen, Schnitzelwochen, Pfifferlingswochen, Gänsewochen und so weiter sind in seinem Restaurant tabu. Natürlich gibt es das alles auch bei ihm, es ist aber nie langweilig. Wer es geschafft hat mal eine seiner Suppenkreationen, seine Droyßiger Landente oder im Februar norwegischen Winterkabeljau "Skrei" zu genießen, nimmt Weg nach Droyßig gern in kauf. Bei ihm regiert nicht Einfallt sondern Einfall und zwar auf bestem Niveau.



Über den Gastgeber des Abends, besser die Gastgeber, die Familie Pawis etwas zu schreiben, ist im Grunde nicht schwer.   Das Problem dabei ist nur, dass man immer meint, es ist schon alles gesagt. Was die erstaunte Gemeinde dann aber geboten bekam, ist aus Weintrinker`s Sicht schon unglaublich. Einzig der Sprung vom tadellosen Weißherbst zum grandiosen  Weißburgunder vom Edelacker war etwas groß. Der vermeintliche Rückzug nach dem Weißburgunder auf den Riesling "Selektion",  war für alle mit Geschmacksnerven ausgerüsteten Gäste eine  schwer zu toppende Offenbarung. Der Anspruch war sehr hoch und für mich die Überraschung des Abends. Der zum Hauptgang gereichte Zweigelt aus dem Jahr 2011 straft alle die Lügen, mich eingenommen, die einen solchen Rotwein hier im Norden für unmöglich halten. Der Abschluß dann, eine wirklich ausgezeichnete Auslese vom  blauen Silvaner. Die Kombination dieses Weines mit dem Dessert war aus meiner Sicht nicht ganz glücklich. Das Spiel des Silvaners, zwischen Süße  und Säure, kam dabei etwas unter die Räder.

Das Menü von Ralf Kannegießer war aus meiner Sicht gelungen und da ich weiß was es heißt ein 5 Gang Menü für 80 Menschlein auf 15 m² zu zubereiten, verzeiht man gern, wenn mal ein kleines Fehlerchen zu erkennen war. Eine Idee in Geschmack zu verwandeln, ist eine seltene Gabe, Ralf Kannegießer verfügt über diese.

Der Abend war einer der besseren die ich erleben durfte, auch und gerade wegen der Winzerfamilie,  ihrem Personal und einem Gastkoch, der es verdient hat, als bester Koch der Region bezeichnet zu werden.


Tags: Pawis, Weißburgunder, Riesling S, Schloßrestaurant Droyßig, Ralf Kannegießer
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 23.07.2012 um 12:17 Uhr | 0 Kommentare

Ein Wochenende an Saale - Unstrut, Besuch mit Kunden beim Weingut Hey und Pawis



Am Samstag um 19.00 Uhr begann für  Weinfreunde aus ganz Deutschland  ein wunderbares Wochenende in der Saale - Unstrut Region. Das Wetter spielte mit, es regnete zumindest nicht, alle Weinfreunde waren gut gelaunt und und voller Erwartungen. Die erste Station  das Weingut der Familie Hey.  Weine aus der Steillage  Naumburger Steinmeister wurden von Matthias Hey vorgestellt. Insgesamt 13 Weine, die, so kann man ohne Übertreibung formulieren, mit zum Besten gehören, was die Region zu bieten hat.  Zu Beginn ein Gläschen  Rosé, eine Cuveé aus Zweigelt, Spätburgunder und Portugieser war eine gelungene Einstimmung auf Kommendes. Danach eine Begehung des Weinberges, man konnte erfahren, warum auf dem Ettiket Steillage steht. Ich hatte Ledersohlen und helle Hose gewählt, wie sich heraus stellte, die falsche Wahl. Der Anstrengung des Aufstiegs, folgte der wunderbare Blick auf die Stadt Naumburg  und das Saaletal. Viel wissenswertes war   über das Terroir, die Pflege des Weinberges und die Rebsorten zu erfahren. Die eigentliche Verkostung war  ein Feuerwerk wunderbarer Weine und einer erstaunlichen, dahinter stehenden Philosophie. Die Unterteilung in Gutsweine - QbA, Ortsweine - Kabinett, Lagenweine - Spätlesen und  eine Cuveé aus Weißburgunder, Grauburgunder und Riesling als Krönung mit der Bezeichnung 51 Breitengrad.
Die Rotweine  waren  für alle Teilnehmer  eine große Überraschung. So langsam wird es Zeit, mit der aus dem letzten Jahrhundert stammenden Unwarheit, dass an der Saale keine gescheiten Rotweine wachsen, zu brechen. Unter Anderen die Roten des Weingutes Hey, stellen dies eindeutig klar. Das kulinarische Begleitprogramm ebenfalls sehr gelungen. Sorgfältig ausgewählte Käse,  eine liebevoll zubereitete Kisch und zu Beginn ein Süppchen als Einstimmung. Die Persönlichkeit des Winzers Matthias Hey, sein Wissen, seine philosophischen Ansätze,  die Liebe zur Natur, zum Genuß und die Demut gegenüber seiner eigenen Tätigkeit , sind der Grundstein für großartige Weine. Das Terroir geht darin nur auf. Es ist ein Glücksfall für uns Weintrinker.




Der zweite Tag begann gut ausgeruht auf dem Weingut Pawis in Zscheiplitz bei Freyburg. Die beeindruckende ehemalige  Klosteranlage in dem seit 2007 das Weingut Pawis eingezogen ist,  war bis 2005 dem Verfall preisgegeben. Was die Familie Pawis daraus gemacht hat, ist zu einem der schönsten Flecken im gesamten Raum Freyburg und zu einem beliebten Ausflugsziel geworden.
Die Führung  durch das Klostergelände mit dem beeindruckenden Blick auf das Unstruttal und die Stadt Freyburg, ließ sich Bernard Pawis nicht nehmen. Sein Talent Wein zu machen ist hinlänglich bekannt, seine Fähigkeit Menschen für seine Arbeit und seine Heimat  zu begeistern, sind erstaunlich. Natürlich folgte eine Kelleführung und die Besichtigung   aller Räumlichkeiten. Zum Abschluß eine kleine Weinprobe, die dem ganzen die Krone aufsetzte. Müller Thurgau, Riesling Spätlese S und ein  unglaublicher rosenduftiger  Traminer,  ließen alle Beteiligten in Verzückung geraten. Ein Abschiedsfoto mit der "Cheffin" und dem Winzer beendete den vorletzten Teil der Entdeckungsreise. 



Dann erfolgte der Ortswechsel in die Natur. Seit Tagen mal kein Regen, die Sonne schaffte den Durchbruch gegen 14.00 Uhr. Angesagt war Grillen unter freiem Himmel am Fuße der Branderodaer Weinberge.  Wir stellten dort ein paar Weine aus unserem Sortiment vor. Mit von der Partie waren der Calidon vom Weingut Vega Enix, der Rosso de Ferrari aus Montepulciano und Cartolina Puglia bianco aus Apulien. Gegrillt wurde Entrecote, wunderbar zart nur den Grill streichelnd. 2 Joghurt mit Karotten zum einen und mit Gurke und Dill zum anderen. Ein Nudelsalat mit Minze und Pfifferlingen wurde außerdem gereicht. Danach, einfach längelang ins Gras und die Ruhe genießen.  Die Rückfahrt mit dem Bus ins Hotel nach Freyburg, war dann das Ende dieser gelungenen 2 Tage.

Unsere Kunden und wir hatten großen Spaß, die gebotenen Genüsse waren einzigartig und schreien nach Wiederholung. 


Tags: Weingut Hey, Weingut Pawis, Traminer Spätlese, Riesling S, Naumburger Steinmeister, Matthias Hey, Saale Unstrut,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.06.2012 um 17:25 Uhr | 0 Kommentare

Heute morgen habe ich beim Bäcker gesagt: "Italien gewinnt", ich wurde nicht bedient!

Ja die Wogen schlagen hoch. Eigentlich ist mir wurscht wer da gewinnt, die Hauptsache es wird schön. Und bei der getroffenen Vorbereitung gehe ich mal davon aus. Wir nehmen von jedem etwas. Vorn weg ein paar leckere Antipasti, Parmaschinken mit Honigmelone, Tomate mit Mozarella und Basilikum, Taggiasche Oliven aus Ligurien und kleine gebratene Champignon mit Zitronensaft und Karpern. Dazu 2 Weißweine. Wir haben uns für Pawis Riesling Spätlese und         Bolla Lugana  DOC entschieden.

Der Hauptgang dann typisch "Deutsch?". Rinderfilet auf Selleriepüree und Marmelade von roten Zwiebeln. Den Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden (etwa 1-2cm). In eine Topf geben und mit Sahne 32% Fett bedecken. Alles so lange kochen, bis fast die gesamte Sahne eingekocht ist. Alles pürieren und beiseite stellen. Für die Zwiebelmarmelade benötigen wir 150g Butter, 1Kg rote Zwiebeln, 60g Rohrzucker, 15cl Himbeeressig, 6cl Cassislikör und Meersalz.

Die Butter in eine Pfanne geben und wenn sie etwas Farbe annimmt die klein gehakten Zwiebeln dazu. Wenn die meiste Flüssigkeit verdampft ist den Rohrzucker zugeben und ständig rühren bis eine marmeladenrtige Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss den Essig zugeben und mit Cassislikör  und Meersalz abschmecken. Das Rinderfilet salzen und pfeffern, von allen Seiten  anbraten (5min) mit   etwas Senf und der Zwiebelmarinade bestreichen und im Ofen kurz (10min) grillen.

Dem Püree etwas frischen, geriebenen Parmesan und 50gr. Butter beifügen und unter ständigem rühren erwärmen. Das Püree auf die Teller und das Filet darauf legen. Und dann guten Appetit. Der dafür vorgesehen Wein sollte relativ kräftig sein. Wir haben uns für einen Barolo Serralunga d` Alba 2001 von Fontanafredda entschieden. Wer keinen Barolo mag, das gibt es, dem empfehlen wir                    Morellino di Scansano Riserva DOCG von Morisfarms.

Wie immer viel Spaß beim Nachempfinden und natürlich beim Fußball. Unser Tip, wenn Deutschland ein schnelles Tor schafft, Sieg Deutschland. Bis zur 70 Minute torlos, Sieg Italien. 

Tags: Barolo Serralunga d`Alba, Morellino di Scansano, Morisfarms, Fontanafredda, Pawis, Riesling Spätlese,



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
Dorfstraße 13
06632 Mücheln OT Branderoda

T. +49(0)3445-6592819

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