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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 22.06.2012 um 11:42 Uhr | 0 Kommentare

Fußball ist Nebensache, aber unterhaltsam!

Vertippt, die Weinnation hat gewonnen. Dabei muß man sagen, dass die Portugiesen den Sieg verdient hatten. Das Essen hat trotzdem geschmeckt. Einzig die Knödel mache ich dann wohl das nächste mal selber.

Heute nun das spannenste Duell der Fußballgeschichte überhaupt. Gedemütigte, faul in der Sonne liegende  Griechen, gegen forsche unschlagbare, weil die besten Spieler der Welt habende  Deutsche.  (Auf so ein Satzungetüm muß man erst mal kommen. Sie müssen den Satz 10 mal lesen. ) So oder so ähnlich, geht es durch die Presse. Natürlich hat es niemand so gemeint, aber irgendwie liegt es so in der deutschen Luft. Na mal sehen.

Eigentlich auch wurscht, wir machen es uns schön und genießen die Unterhaltung.

Wieder haben wir geknobelt und es kam zu einer interessanten Konstellation. Deutscher Wein und deusches Essen. Das ging so nicht also wurde deutsches Essen abgewählt.

Diesmal starten wir mit einem Aperitiv, Rose vom Weingut Hey , unschlagbar frisch und leicht musierend. Zum Essen eine Riesling Spätlese, trocken von Bernard Pawis. Zum Schluß Traminer Spätlese von Weingut Böhme.

Ja und nun das Essen. Als Vorspeise gab es einen Auberginensalat. Hauptgang Forelle in Weinblättern. Dessert, kleine Honigküchlein (Melomakarona).

Hier das Rezept für die Forellen, die anderen Rezepte kommen demnächst im Newsletter.

Rezept für 4 Personen: 6 große reife enthäutete Strauchtomaten, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 6 gehackte Sardellenfilets, 6 EL gehackte glatte Petersilie, 4EL gehacktes frisches Basilikum, 6 große gehackte  grüne Oliven, 8 eingelegte Weinblätter, Olivenöl, 1EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer aus der Mühle, 4 mittlere Forellen max. 250 Gramm

Aus den gehäuteten Tomaten die Kerne mit einen Teelöffel entfernen, das Fruchtfleisch  kleinhacken und in einem Sieb über einer Schüssel längere Zeit (20 Minuten) abtropfen lassen. Den Backofen auf 180 Grad vorheitzen. Tomaten in einer Schüssel mit allen Zutaten mischen und würzen. Fische gut säubern, kräftig Innen und außen  würzen und mit der Tomatenmischung füllen. Die Weinblätter abspülen und trocken tupfen und je 2 Blätter  überlappend aneinander legen. Die restliche Tomaten mischung in 4 Portionen teilen und auf die Weinblätter verteilen, den Fisch so darauf legen, dass Kopf und Schwanz frei bleiben und einrollen. Öl und Zitronensaft gut mischen und die Fischpäckchen damit in einer Auflaufform ( kein Metall) bestreichen. Alles 15 Minuten backen und mit Zitrone garnieren. Dazu reichen wir Weißbrot und Olivenöl. 

Wenn Sie Glück oder Pech haben, hat Deutschland gewonnen  und Sie haben es nicht gemerkt, weil Sie ja kochen mussten. Viel Spass beim Nachempfinden und gute Unterhaltung beim Fußball. Unser Tipp 3:2 für Germany.

                                                                                 

Tags: Riesling Spätlese, Traminer Spätlese, Weingut Hey, Rose, Weingut Pawis, Weingut Böhmen, Griechenland, Deutschland, Forelle, Weinblätter
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.02.2012 um 13:41 Uhr | 0 Kommentare

Kultur, Wein und kulinarisches

Die Winzerbetriebe Hey und Pawis bereichern auch in diesem Jahr wieder die kulturelle Landschaft zwischen Naumburg und Freyburg. Mit vielfälltigen Veranstaltungen locken beide Betriebe Wein und Kunstliebhaber gleichermaßen auf die Weingüter. 

Höhepunkte dieser Veranstaltungen sind auf dem Weingut Pawis die Veranstaltungen " Kultur und Gut" auf denen sich Spitzenköche mit Menüfolgen und Künstler unterschiedlicher Genres präsentieren. 

Termine 14.04.2012 und 25.08.2012.

Unser Tipp

Am 25.08.2012 kocht Ralf Kannegießer vom Schloßrestaurant Droyßig. Das sollte man nicht versäumen. Kreativität und regionale Bodenständigkeit bei der Produktauswahl überzeugen jeden Gourmet. Kannegießer fängt dort an zu kochen, wo andere glauben fertig zu sein.

Weiterhin zu erleben auf dem Weingut Pawis

04.08.2012 Weißweinparty

08.09.2012 Große Rieslingprobe

07.07.2012 Wein, Jazz und Barbeque

weitere info unter  www.weingut-pawis.de


Das Weingut Hey hat in den letzten Jahren immer versucht, eine Symbiose aus Wein und Kultur zu formen. Auch in diesem Jahr hat die Familie Hey wieder einige feine Veranstaltungen geplant.

Besonders erwähnt seien hier die literarischen Momente in Form von Lesungen. So zum Beispiel am

16.06.2012 "Maria, ihm schmeckt`s nicht"  gelesen von Schauspieler und Regisseur Paul Sonderegger . Dazu kocht der "Dauergastkoch des Weingutes"  Antonio von der Trattoria Gallo Nero, ein feines Menü.

Weitere ausgewählte Termine:

07.07. und 08.09.2012 Sommertheater (Gastspiele des Naumburger Theaters)

27.07.2012 Alles Riesling oder was?

29.09.2012 Mittsommernachts - Träumerei

Weitere info unter www.weinguthey.de

Im Übrigen warten beide Betriebe in diesem Jahr erstmals mit einem spontan vergorenen Riesling auf. Man darf sich freuen und trauern zu gleich,  die Qualitäten sind  einzigartig , die Mengen eher bescheiden.

Allein es gewagt zu haben, ist allemal mehr wert, als nur auf die Sonne zu warten. Dank an beide  für wirklich große Weine.

Tags: Weingut Pawis, Weingut Hey, Kultur und Gut, Maria, ihm schmeckt´s nicht, Riesling, Naumburger Theater, Schloßrestaurant Droyßig, Bernd Kannegießer, Trattoria Gallo Nero,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 05.02.2012 um 17:54 Uhr | 0 Kommentare

Eiswein von der Unstrut

Der eine oder andere Winzer haderte mit sich, weil die letzten Trauben eine Woche zu früh gelesen wurden. In der Winzergenossenschaft in Freyburg sprach es dann der Vorstandsvorsitzende auch offen aus. Niemand glaubte mehr an den Frost. Als er dann kam, stand sehr schnell fest, 2 Winzer harrten aus, und wurden belohnt. Zum einen das Weingut Hey aus Naumburg und zum anderen das Weingut Zahn aus Nordthüringen. 

Um es klar zu sagen, Eiswein hat natürlich seinen Preis, aber es nur am Preis fest zu machen ist falsch. Für Winzer, wie zum Beispiel Matthias Hey, der mit 50 Litern Eiswein liebäugelt, ist es einfach das viel beredete Sahnehäubchen auf einen sehr guten Jahrgang. Ökonomisch, spielt es eher keine Rolle.

Ein schönes Ergebnis ist es aber trotzdem. Dazu beiden Winzern unseren herzlichen Glückwunsch.

Im Übrigen habe ich gerade etwas schönes gegessen, Kalbsleber mit Salbeizwiebeln und Selleriepüree ala Douce Steiner*. Dazu gab es einen badischen Riesling Eiswein 2007. Einfach großartig.

 

*Douce Steiner, für mich eine der besten und kreativsten Köchinnen der Welt. Sie kocht im Hirschen in Sulzburg (Baden).

Tags: Eiswein, Weingut Hey, Weingut Zahn, Riesling Eiswein, Douce Steiner, Selleripüree, Hirschen Sulzburg
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 24.01.2012 um 17:07 Uhr | 0 Kommentare

Besuch beim Weingut Hey in Naumburg

Ein Besuch bei Winzern lohnt sich immer. Besonders wertvoll wird es, wenn man glaubt schon alles zu wissen, und plötzlich da steht wie ein Amateur. So geschehen unlängst auf dem Weingut Hey.

Ein kleines Gespräch, ein noch auf der Hefe liegender Riesling aus Spontangärung als Getränk und ein freundlicher überaus tüchtiger und kluger Kopf als Gegenüber.  Hier macht einer Terroirwein, an dem nichts zu rütteln ist. Lieber Reinhard Löwenstein, die "jungen Klugen" kommen und zwar diesmal von der Saale aus Naumburg. Junge Wilde waren Gestern. Ich weiß, dass sich über solche Ergebnisse kein Mensch mehr freut als Du. Eventuell schaffen wir es ja, dort mal den einen oder andren Schluck zu nehmen. Was den Riesling betrifft, kann man nur empfehlen Geduld zu haben. Es wird sich lohnen. Aber auch seine anderen Weine überzeugen und lassen auf rosige Zeiten für Qualitätsfanatiker hoffen.

Tags: Weingut Hey, Spontangärung, Riesling, Naumburg, Reinhard Löwenstein
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.01.2012 um 19:17 Uhr | 0 Kommentare

Alles Spätlese, oder Was?

Renaissance der Spätlese oder zitieren der Tradition?

Vor ein paar Wochen traf ich einen Künstler und erzählte von seinen Erfolgen in der Malerei. Er verkaufe gut, besonders nach England. Es machte mich neugierig und ich bat ihn, mir doch mal das eine oder andere Bild zu zeigen. Gesagt getan, er brachte Bilder mit, die er mit „Renaissance“ beschrieb. Ich sagte, dass ich die Bilder kenne, „ja er zitiere viel“ seine Antwort. Für mich war es abmalen und Plagiat, für ihn Renaissance und zitieren.

 Im Rahmen eines Hoffestes auf dem Weingut Pawis, beklagte eine nur trockenen Riesling trinkende Frau, dass auch bei ihrem Lieblingswinzer aus Rheinhessen, die Weine in letzter Zeit mehr ins halbtrockne gehen. Ja selbst wo trocken darauf steht, schmeckt es irgendwie anders als sonst.

Gestern las ich in der Weinzeitschrift  „Wein. pur“ einen Artikel über die Renaissance der Spätlese in Deutschland. Natürlich Riesling und die bekannten Verdächtigen, allen voran Armin Diel, als Initiator. Die Spätlesen und die Winzer haben es verdient, dachte ich mir.

Also an dem Ziel, die Spätlese zu entstauben, ist  zunächst mal nichts auszusetzen.

Es aber zu verkaufen unter der Überschrift: „mit Zucker, Mineralität, Balance und Komplexität entsteht ein neuer, spannender  Weintyp“, ist schlichtweg Unfug.

Denn einige Winzer, u.a. Reinhard Löwenstein, oder auch Clemens Busch bauen mit überwältigendem Erfolg  seit  Jahrzehnten ihre  Weine  genau mit eben dieser Finesse aus, und kreierten m.E. diesen Weintyp. Sie betrachteten das, was sie da machen aber eher als traditionell und nicht als neue Erfindung. Irgend jemand bezeichnete es mal als Grauzone in der sich beide bewegen, sei es drum. Auf alle Fälle ist es nicht neu.  

Dass eine solche Entwicklung, hin zum Zucker stattfindet, bemerkt der geneigte Weintrinker deutscher Weine seit geraumer Zeit. Die zur knochentrocken Fraktion gehörende Frau beim Hoffest stellt die Frage, ja muss das denn sein?  Nein muss es nicht. Aber es bringt mehr ein.

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich gönne den Winzern diesen Lohn. Denen die es schon immer so machen sowieso, und ein bisschen Abwechslung ist auch nicht schlecht, wenn sie schmeckt. Aber wir werden es erleben, wenn damit höhere Preise erzielt werden, wird es wieder ein Einheitsbrei.

Störend ist nicht nur die Tatsache, dass etwas für neu erklärt wird, was es schon gibt, sondern auch der Auslöser der als Grund für diese „Bewegung“ genannt wird, der Verbraucher. Der Weintrinker will dies und will das, und muss doch das trinken was es gibt. Hin und wieder entscheidet er sich gegen den Billigtrend für  Spitzenklasse, die nun mal rar ist und ein wenig mehr kostet als der große Rest.  Und genau darum geht es hier. Einer hat Erfolg und alle machen es nach. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Es geht nur um Qualität nicht um Geld. Das der selbst ernannte Anführer der "Spätlese an die Macht Bewegung" Armin Diel heißt, ist dann nur konsequent macht aber misstrauisch.

Tags: Weißwein, Armin Diel, Spätlese, Riesling, Heymann - Löwenstein, Reinhard Löwenstein, Weingut Pawis, Clemens Busch, spanneder Weintyp, England, Malerei,



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Rainer Albert Huppenbauer
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