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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 06.03.2013 um 14:12 Uhr | 0 Kommentare

Supertoskaner eine Erfindung des Weinjournalismus

Er ist ein Held von Gestern, der  Supertoskaner. So steht es jedenfalls  in der neuen Vinum. Man fragt sich manchmal, wenn man die Artikel eines Großteils der Weinjournalisten liest, was die den ganzen Tag machen. In der März - Ausgabe der Vinum ist mal wieder so ein Kracher.  Der dort schreibende Kumpel und sein Fotograf berichteten über die, die den Supertoskaner erfunden haben sollen. Brav mit Foto, ja ja wir werden empfangen!  Das Problem ist nur, dass die dort Genannten die Wortschöpfung Supertoskaner nicht in die Welt gesetzt haben. Das waren Kritiker, Journalisten und sonstige mit allerlei Komplexen behaftete Weinkenner. Ich gebe zu, das Wort an sich erleichterte das Verkaufen des damit bezeichneten Weins. Aus Bequemlickeit wurde die Worthülse von Managern der Weinindustrie, Sommeliers und Weinliebhabern gleichsam zu einem Begriff gemacht. Alles was aus der Toskana kam und damals mehr als  30 Mark und  heute 50€ kostete, wurde da hinein gefercht.
Was war vor 45 Jahren passiert. Einige Blaublüter um die Antinoribrüder  und der Familie Incisa della Rocchetta machte einen Landstrich populär, der bis dato nur den durch die Toskana radelnden Beamten und Lehrern vorbehalten war. Kein Mensch kannte Bolgheri. Aus dem Chianti kam einer der misserabelsten Massenproduktionen, abgefüllt in Bastflaschen, die über den Brenner gekarrt, im leeren Zustand zu Nachttischlampen umfunktioniert wurden. Vom Inhalt dieser Flaschen hatten die Macher, der heute als Supertoskaner bezeichneten Weine, die Nase voll. Sassicaia, Tignanello, Solaia, Masseto und Ornelliaia setzten etwas in Gang, was in der Geschichte der Weinerzeugung einmalig ist. Sie veränderten den Qualitätsanspruch von Weinerzeugern und Weinkonsumenten gleichermaßen. Was dann einsetzte und bis heute anhält, man denke nur an das jüngste Projekt der Brüder Antinori - Biserno- hat den Weinbau, nicht nur der Toskana in völlig neue Dimensionen erhoben. Nicht zuletzt werden heute im Bordelaise Weine erzeugt, die genau diesen Charakter tragen. Die einstigen Vorbilder aus dem Bordeaux veränderten ihren Charakter. Die meisten sind heute jung trinkbar. Der Artikelschreiber in der Vinum ignoriert, dass diese toskanische Weinrevolution vor 50 Jahren das gesamte Qualitätsverständnis einer ganzen Branche beinflusst hat. Erst dann kamen die Kritiker. Sie griffen genau diesen Weinstil auf. Danach folgten die Kopien. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Nicht darin, dass die Weine teuer sind und  unglaublich viel Geld investiert wurde. Seien wir froh, dass dieses viele Geld in Wein   und nicht in Waffen investiert wurde. Wer sich, wie der Schreiberling in der Vinum, daran reibt, ist in meinen Augen ein dummer Neidhammel. Noch dümmer wird es, wenn man den Winzern und Weinmachern vorwirft, dass sie statt Sangiovese, Cabernet und Merlot ausbauen. Wenn man das durchzieht, dann ist der moderne Weinbau am Ende. Da kann man in der Pfalz und Argentinien Flächen von der Größe Berlins roden. Und noch etwas möchte ich Herrn Enders ins Stammbuch schreiben: Den Erfolg von Tignanello und Co auf  die "Marketingmaschine" der Familie Antinori zu reduzieren, ist einfach nur einseitig. Und weiter, das Beispiel mit Michel Rolland als Önologe, der für seinen opulenten Weinstil bekannt ist , ist ebenfalls Käse. Rolland kam 2002, da existierten die meisten Weine bereits lange Zeit. Und wer gar nicht in diese Reihe passt, ist Maurizio Castelli. Ich bin fast geneigt dem Autor in der Vinum, Weine von Boscarelli oder Sada zu schicken, aber vermutlich  merkt er es eh nicht. 
Um es kurz zu machen, der Artikel in der Vinum über die Supertoskaner und ihr angeblich leidvolles Ende ist prätentiöser Unfug. Allein mir fehlt die Zeit, diesen hingeschmierten Artikel völlig zu demontieren.
Tags: Tignanello, Sassicaia, Masseto, Vinum, Sada, Boscarelli
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 24.10.2012 um 11:25 Uhr | 0 Kommentare

Die Weine der Maremma

Die Maremma, war ein versumpfter Küstensreifen von Orbetello bis Cecina, südlich von Livorno. Bereits im 18 Jh. wurde mit der Trockenlegung der Sümpfe, wegen der immer wiederkehrenden Malariaepidemien, begonnen. Vollendet wurde das Werk jedoch erst in den 1930 -er Jahren. Noch heute sind die damals gebauten Kanäle sichtbar und notwendig.



Entstanden ist eine der fruchtbarsten Regionen Europas. Reativ spät, erst am Beginn der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts setzte der eigentliche Boom ein. Der Grund ist relativ einfach, es war der anhaltende Erfolg des Weingutes Sassicaia.  Es darauf jedoch zu beschränken ist zu einfach. Viele Komponenten, vorallem die Entdeckung als Urlaubsziel, das milde Klima und das den Weinbau begünstigende Terroir waren ausschlaggebend. Im wesentlichen existieren heute drei Zonen des Weinbaus in denen sich alle großen Weinerzeuger Italiens und  namhafte Industrielle dem Weinanbau widmen. Im Norden die Zone mit  Bolgheri/Bibbona. In der Mitte die Gegend um Massa Maritima und im Süden rund um Grosseto und Scansano. Die Zone sind gleichbedeutend mit DOC Gebieten. Durch den Weinbau wurden unglaubliche Investitionen vollzogen, so dass man heute mit Fug und Recht von einer der modernsten Weinbaugebiete der Welt sprechen kann. Besonders die Familie Antinori hat hier mit Guado al Tasso, Ornellaia und  Biserno in Bolgheri und Bibbona, mit Grillesino in Scansano, Le Mortelle in Castiglione della Pesicaia und Fattoria Aldobrandesca südlich von Grosseto Masstäbe gesetzt.. Zu den Pionieren des Weinbaus in der Maremma muss man aber auch unbedingt die Familie Moris zählen. Lange bevor andere die fantastischen Möglichkeiten erahnten, erzeugte Morisfarms bereits großartige Weine, die heute weltbekannt sind.
Von den vertretenen Industriellen seien die  Mailänder Familie  Sada und der in den schweizer Bertarelli Clan eingeheiratete Sizilianer Claudio Tipa genannt. Sada betreibt das Nachbarweingut von Lodovico Antinori und feiert ebenfalls mit Cabernet Franc große Erfolge. Außerdem erwähnenswert ist sein unglaublicher Vermentino aus der Gegend um Casale Marittimo. Tipa erschuf das Weingut Colle Massari und produziert auf extrem hohen Niveau  Bioweine.

Tags: Bolgheri. Massa marittima, Le Mortelle, Antinori, Ornellaia, Guado al Tasso, Sassicaia, Morisfarms, Sada, Cabernet Franc,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 21.09.2012 um 10:44 Uhr | 0 Kommentare

Der Traum des Sassicaia Eigentümers ist großartig!

Weißer Sassicaia ist natürlich Unfug, aber was will man machen, wenn man von einem Wein überzeugt ist, den keiner kennt. Allein das magische Wort Sassicaia ist eine Legende der Weinwelt. Wir finden es legitim, es im Zusammenhang mit dem vorliegenden Wein zu verwenden.  Und genau 44 Jahre nach dem Erscheinen dieser Legende, schafft der begnadete Weinfürst Marchese Incisa della Rocchetta eine neue Sensation. Einer der wenigen Sangioveseweine, die weiß gekeltert wurden. Einen bekannten Vorläufer gibt es von Teruzzi und Puthod. Dieser Wein heißt Carmen und ist ebenfalls ein ausgezeichneter Wein.
Beim Droppello, so der eigentliche Name  des Weins, ist uns aufgefallen, dass er ein fantastischer Menübegleiter ist. Er wirkt sanft und abrundend. Natürlich ist er grandios zu nicht zu schweren Sachen, aber durch seine süße Frucht  ist durchaus auch ein Wildgericht denkbar. Für den Herbst, der nun ja bereits den Sommer langsam ablöst,  ist der Droppello zu typischen Gerichte wie Kürbisgemüse, Pilze und Trüffel eine echte Bereicherung.
Der Wein sollte stets gut gekühlt sein, eine erfrischende Wirkung ist so garantiert. Wir empfehlen beim Solokonsum 8-10°C und zur Begleitung 10-12°C Trinktemperatur.

Tags: Sassicaia, Droppello, Terruzi &Puthod, Sangiovese, Trinktemperatur, Carmen
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Rainer Albert Huppenbauer
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