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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 29.03.2012 um 12:42 Uhr | 0 Kommentare

Kork,Kunstoff, Glas oder Schraubverschluß?

Wer hat es nicht schon erlebt, Weihnachten, Gänsebraten und Papi öffnet den 1954  Château Petrus, ein Erbstück und dann der Aufschrei:"Hilde, der Wein hat Kork!".  Weihnachten gelaufen, in dem Fall, äußerst dumm.

Was also tun,   der Trick mit der Frischhaltefolie vertreibt zwar den Korkton, aber eben auch jeglichen anderen Geschmack. Brief an Petrus schreiben und um Tausch bitten? Eher wohl ein Leben lang ärgern und auf Demenz hoffen, so dass der schrecklichste Augenblick im Leben eines Weinfreaks, schnell vergessen wird?

Nun ist die Sache eigentlich klar, es müssen andere Verschlüsse her, die den Weihnachtsabend retten und die Sehnsucht nach Demenz vertreiben.

Die Angebote sind reichhaltig und zu weilen auch optisch gut gelöst. Den größten Fortschritt in Punkto Optik hat der Dreh - oder auch Schraubverschluß gemacht. Wäre da nicht dieses "Knack" sondern der fast lautlose "KWIETSCHBLUPPP", wäre alles schön.

Nun aber mal im Ernst liebe Puristen des Eröffnungstons, der Inhalt zeigt den Meister, und all dass was jung getrunken werden soll, kann auch mal KNACK machen. Reinhard Löwenstein ist, vermutlich aus Ärger über Korkschmecker, teilweise zum  Drehverschluß übergegangen. Spätestens jetzt ist diese Verschlußart salonfähig. Der Glasverschluß mit Silikondichtung ist bei den besten Weinmachern Österreichs schon lang kein Thema mehr und der Star von Saale - Unstrut, Bernhard Pawis,  verwendet zum Teil Kunststoff, wie viele andere auch.

Hier nun unsere durchaus anzuzweifelnde Regel:

Große, lang lagerfähige Rotweine und Weißweine ; KORK, dieser ist Sauerstoff durchlässig und ermöglicht eine optimale Reifung.

Weine für mittlere Reifung (bis 6 Jahre), Chianti Classico, Rhône, Südfrankreich, Norditalien; von Kork über Glas-und Schraubverschluß bis Kunstoff, alles möglich.

Jung zu trinkende Rot - und Weißweine;  Kunstoff- und Drehverschluß.

Es wird immer Ausnahmen geben. Der Grund dafür ist, dass zum Beispiel kleine Winzerbetriebe sich neue Maschinen für Drehverschlüsse nicht leisten können. Aber auch hier ist eine Entwicklung zu erkennen, dass durch Innovation und neue Technologie  auch diesen Winzern der Schraubverschluß zugänglich gemacht wird.

Was Château Petrus betrifft wird alles so bleiben wie es war. KORK. Daher unserer Empfehlung, kaufen Sie sich lieber 600 Flaschen Müller Thurgau von Pawis oder Böhme, als eine Flasche Petrus. Sie haben das ganze Jahr Spaß, schonen die Korkeichen und keinen Ärger an Weihnachten. Wir wünschen fröhliche Ostern.

Tags: Château Petrus, Weingut Pawis, Schraubverschluß, Kork, Glasverschluß
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 11.03.2012 um 13:11 Uhr | 0 Kommentare

Rieslingfeuerwerk bei Jungweinprobe auf Weingut Pawis

Am 10.03.2012 fand auf dem Weingut der Familie Pawis eine, aus meiner Sicht, denkwürdige Jungweinprobe statt. Bernard Pawis und sein kleines familiäres Weinteam präsentierten Weine, die in Ihrer Gesamtheit zum Besten zählt, was ich je getrunken habe.  Eine Kollektion von Weinen am oberen Limit ohne Ausfälle, aus denen die Rieslinge noch herausragen. Sicher, die Natur hat es in 2011 mit den Saale Winzern gut gemeint, aber dennoch spürt man bei jedem Wein dieser Jahreskollektion die unverwechselbare Handschrift von Bernard Pawis. Es ist diese Ausgewogenheit und Komplexität gepaart mit Frische, Frucht und Feingliedrigkeit im Duft und am Gaumen, die seine Weine kennzeichnen.

Es ist eine beinah philosophisch zu nennende Herangehensweise die da praktiziert wird. In den Weinen der Familie Pawis wird traditionelles ebenso gepflegt wie modernes, gutes bewahrt und weiter entwickelt, unnötiges abgelegt.

Es sind Saale-Unstrut Weine und sie haben doch Merkmale großer  Weine anderer Breiten ohne zu verfälschen, ein Silvaner ist ein Silvaner und kein Orvieto, wie manchmal in Franken zu schmecken. Großes Kino auch in diesem Jahr wieder die Burgunder, die noch etwas Zeit brauchen, vor allem und naturgemäß der Spätburgunder. Aber man kann sichauf rosige Zeiten mit diesen Weinen freuen.

Die anderen Roten von Regent und  Portugieser zum  Dornfelder und Zweigelt ist alles besser, als man es schlicht weg von Saale Unstrut erwartet. Allen Zweiflern, ich gehörte selbst lange dazu sei gesagt, probieren sie den Pawis Zweigelt oder den Dornfelder aus dem Barrique, sie werden überrascht sein.

Alles in allem, von den einfachen Qualitäten bis hin zu den Topweinen und nicht zu vergessen die drei Auslesen zum Teil spontan vergoren, erwartet uns ein Pawis Jahrgang, wie er in seiner Gesamtheit für mich noch nie besser war. Herzlichen Glückwunsch und Danke für diese Weine.

Tags: Jungweinprobe, Weingut Pawis, Bernard Pawis, Kerstin Pawis, Saale- Unstrut Weine
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.02.2012 um 13:41 Uhr | 0 Kommentare

Kultur, Wein und kulinarisches

Die Winzerbetriebe Hey und Pawis bereichern auch in diesem Jahr wieder die kulturelle Landschaft zwischen Naumburg und Freyburg. Mit vielfälltigen Veranstaltungen locken beide Betriebe Wein und Kunstliebhaber gleichermaßen auf die Weingüter. 

Höhepunkte dieser Veranstaltungen sind auf dem Weingut Pawis die Veranstaltungen " Kultur und Gut" auf denen sich Spitzenköche mit Menüfolgen und Künstler unterschiedlicher Genres präsentieren. 

Termine 14.04.2012 und 25.08.2012.

Unser Tipp

Am 25.08.2012 kocht Ralf Kannegießer vom Schloßrestaurant Droyßig. Das sollte man nicht versäumen. Kreativität und regionale Bodenständigkeit bei der Produktauswahl überzeugen jeden Gourmet. Kannegießer fängt dort an zu kochen, wo andere glauben fertig zu sein.

Weiterhin zu erleben auf dem Weingut Pawis

04.08.2012 Weißweinparty

08.09.2012 Große Rieslingprobe

07.07.2012 Wein, Jazz und Barbeque

weitere info unter  www.weingut-pawis.de


Das Weingut Hey hat in den letzten Jahren immer versucht, eine Symbiose aus Wein und Kultur zu formen. Auch in diesem Jahr hat die Familie Hey wieder einige feine Veranstaltungen geplant.

Besonders erwähnt seien hier die literarischen Momente in Form von Lesungen. So zum Beispiel am

16.06.2012 "Maria, ihm schmeckt`s nicht"  gelesen von Schauspieler und Regisseur Paul Sonderegger . Dazu kocht der "Dauergastkoch des Weingutes"  Antonio von der Trattoria Gallo Nero, ein feines Menü.

Weitere ausgewählte Termine:

07.07. und 08.09.2012 Sommertheater (Gastspiele des Naumburger Theaters)

27.07.2012 Alles Riesling oder was?

29.09.2012 Mittsommernachts - Träumerei

Weitere info unter www.weinguthey.de

Im Übrigen warten beide Betriebe in diesem Jahr erstmals mit einem spontan vergorenen Riesling auf. Man darf sich freuen und trauern zu gleich,  die Qualitäten sind  einzigartig , die Mengen eher bescheiden.

Allein es gewagt zu haben, ist allemal mehr wert, als nur auf die Sonne zu warten. Dank an beide  für wirklich große Weine.

Tags: Weingut Pawis, Weingut Hey, Kultur und Gut, Maria, ihm schmeckt´s nicht, Riesling, Naumburger Theater, Schloßrestaurant Droyßig, Bernd Kannegießer, Trattoria Gallo Nero,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 16.01.2012 um 17:47 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Weine kommen!

Die ersten Vorboten unseres umfangreichen Weinsortiments von der Unstrut sind im Shop bestellbar. Die Weißweine des Weingutes Pawis aus Zscheiplitz können ab sofort bestellt werden. In den nächsten Tagen folgen weitere Weine und Weingüter. So das Weingut Hey, für uns der Weinbaubetrieb mit großen Ambitionen und vielen charaktervollen Weinen. U.a darf man sich auf einen durch Spontangärung erzeugten Riesling und traumhafte Burgunder  freuen. Alles Lesegut stammt aus der Steillage Naumburger Steinmeister.

Beachtlich auch in diesem Jahr, das Gleinaer Weingut Frank Böhme. Excellente Qualitäten überzeugen auf der ganzen Linie.

Überrascht haben uns in diesem Jahr die ersten zu genießenden Tropfen vom Weingut Born aus Höhnstedt. Da ist noch viel zu erwarten.

Abrunden wollen wir das Angebot mit dem Rotweinkönig von der Saale, dem Winzerhof Gussek aus Naumburg.

Ab Monat März wird alles, mit kleinen Ausnahmen  komplett sein.

Tags: Weingut Pawis, Weingut Hey, Naumburger Steinmeister, Steillage, Spontangärung, Weingut Born, Gleinaer Weingut Böhme, Winzerhof Gussek, Höhnstedt, Burgunder, Zscheiplitz
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.01.2012 um 19:17 Uhr | 0 Kommentare

Alles Spätlese, oder Was?

Renaissance der Spätlese oder zitieren der Tradition?

Vor ein paar Wochen traf ich einen Künstler und erzählte von seinen Erfolgen in der Malerei. Er verkaufe gut, besonders nach England. Es machte mich neugierig und ich bat ihn, mir doch mal das eine oder andere Bild zu zeigen. Gesagt getan, er brachte Bilder mit, die er mit „Renaissance“ beschrieb. Ich sagte, dass ich die Bilder kenne, „ja er zitiere viel“ seine Antwort. Für mich war es abmalen und Plagiat, für ihn Renaissance und zitieren.

 Im Rahmen eines Hoffestes auf dem Weingut Pawis, beklagte eine nur trockenen Riesling trinkende Frau, dass auch bei ihrem Lieblingswinzer aus Rheinhessen, die Weine in letzter Zeit mehr ins halbtrockne gehen. Ja selbst wo trocken darauf steht, schmeckt es irgendwie anders als sonst.

Gestern las ich in der Weinzeitschrift  „Wein. pur“ einen Artikel über die Renaissance der Spätlese in Deutschland. Natürlich Riesling und die bekannten Verdächtigen, allen voran Armin Diel, als Initiator. Die Spätlesen und die Winzer haben es verdient, dachte ich mir.

Also an dem Ziel, die Spätlese zu entstauben, ist  zunächst mal nichts auszusetzen.

Es aber zu verkaufen unter der Überschrift: „mit Zucker, Mineralität, Balance und Komplexität entsteht ein neuer, spannender  Weintyp“, ist schlichtweg Unfug.

Denn einige Winzer, u.a. Reinhard Löwenstein, oder auch Clemens Busch bauen mit überwältigendem Erfolg  seit  Jahrzehnten ihre  Weine  genau mit eben dieser Finesse aus, und kreierten m.E. diesen Weintyp. Sie betrachteten das, was sie da machen aber eher als traditionell und nicht als neue Erfindung. Irgend jemand bezeichnete es mal als Grauzone in der sich beide bewegen, sei es drum. Auf alle Fälle ist es nicht neu.  

Dass eine solche Entwicklung, hin zum Zucker stattfindet, bemerkt der geneigte Weintrinker deutscher Weine seit geraumer Zeit. Die zur knochentrocken Fraktion gehörende Frau beim Hoffest stellt die Frage, ja muss das denn sein?  Nein muss es nicht. Aber es bringt mehr ein.

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich gönne den Winzern diesen Lohn. Denen die es schon immer so machen sowieso, und ein bisschen Abwechslung ist auch nicht schlecht, wenn sie schmeckt. Aber wir werden es erleben, wenn damit höhere Preise erzielt werden, wird es wieder ein Einheitsbrei.

Störend ist nicht nur die Tatsache, dass etwas für neu erklärt wird, was es schon gibt, sondern auch der Auslöser der als Grund für diese „Bewegung“ genannt wird, der Verbraucher. Der Weintrinker will dies und will das, und muss doch das trinken was es gibt. Hin und wieder entscheidet er sich gegen den Billigtrend für  Spitzenklasse, die nun mal rar ist und ein wenig mehr kostet als der große Rest.  Und genau darum geht es hier. Einer hat Erfolg und alle machen es nach. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Es geht nur um Qualität nicht um Geld. Das der selbst ernannte Anführer der "Spätlese an die Macht Bewegung" Armin Diel heißt, ist dann nur konsequent macht aber misstrauisch.

Tags: Weißwein, Armin Diel, Spätlese, Riesling, Heymann - Löwenstein, Reinhard Löwenstein, Weingut Pawis, Clemens Busch, spanneder Weintyp, England, Malerei,



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