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Auch Weinführer können bisweilen irren!
Er ist noch gar nicht erschienen, aber die Diskussionen um so manche Bewertung im neuen VINUM Weinguide, schlagen schon hohe Wellen. Alles was ich bisher selbst gelesen und gesehen habe rechtfertigt, zumindest an Saale Unstrut die Aufregung. Wenn also ein Weingut, das zweifelsfrei sehr große Verdienste für die Ausstrahlung von Saale-Unstrut-Wein erworben hat, so derartig herausgehoben wird, dann stimmt etwas nicht. Der Grund ist einfach und liegt in seiner Begründung durch den Verlag selbst: Eine tolle Familie. Das reicht eben nicht, um dem Anspruch eines der besten Weingüter der Republik zu sein, gerecht zu werden. Beginnt ein Weingut dann noch damit, mit 80 Prozent seiner gekelterten Weine sich dem Massengeschmack anzupassen, wird der Anspuch nicht erfüllt. Nun ist Massengeschmack mal ein breites und streitbares Thema, aber ausgewogen trocken, mithin süß - fruchtig, duftig, günstig - vor allem bei den Großen Gewächsen des VDP, nährt den Verdacht, auf die Zielgruppe Masse. Und Gott bewahre, ist das auch kein Problem, es ist und bleibt die Sache des Winzers. Aber dieses Werk - Vinum Weinguide - ist auch vergleichend und da hört dann der Spaß auf. Ich habe nichts gegen Massenvergnügen und weisse Nächte, aber wenn der leise Verdacht entsteht bevorteilt zu werden, dann wird es eben komisch Herr Nitzsche und es stellt so einiges in Frage. Noch einmal deutlich, der Winzer um den es geht, macht tadellose Weine, das machen gefühlt aber auch zehntausend andere Winzer in Deutschland und haben ein oder zwei Sterne. Die Bewertung eines harmonischen Familienlebens, und so versteht man den textlichen Teil über den Winzer, rechtfertigen keine 4 Sterne.