Man kann wahrlich von einem traditionsreichen Weinerzeuger an
Saale-Unstrut sprechen. Die über 800 jährige Weingeschichte in
Kloster Pforta sollte fortgeschrieben werden. Dies an die Politik. Der eingeschlagene Weg macht gerade im Land der ehemaligen "Frühaufsteher" zuversichtlich. In den letzten Jahren hat sich das Landesweingut endgültig vom Nimbus eines bloßen Massenerzeugers loßgerissen. Auch wenn es der eine oder andere Politiker wohl nicht so wollte. Was die Zukunft bringt werden wir sehen, mich jedenfalls überzeugen die Qualitäten des 50 Hektar Betriebes und die positive Ausstrahlung, weg vom vermufften Weingroßlagendenken, hin zur Einzellage und einer klaren Gliederung der Weine, die ein Verbraucher auch versteht. Da kann sich mancher eine Scheibe abschneiden.
Nun in den Jahren seit 2018 kam wieder alles in Wallung. Der geplante Neubau platzte am Unvermögen eines Professors und seinen politischen Freunden in Laucha und Magdeburg. Der neue und offenbar überforderte Geschäftsführer (Björn Probst) entließ sich selbst. Seine beste Tat, der Kellermeister
Olaf Stinzing nahm sich der Weine an. Da es nun auch einen neuen Geschäftsführer gibt
(Bastian Remkes), der diesen Namen auch verdient, ist ein Glücksfall für das Landesweingut und die ganze Region. Das da auch ein paar personelle Fetzen fliegen, ist wohl nur normal. Was jedoch das Wichtigste in einem Weingut ist, das ist die Qualität des Weines. Die Weine seit 2018, das spürt man vor allem bei den Lagenweinen, folgen sehr präzise der Rebstilistik und den Möglichkeiten der Lagen. Die Gutsweine sind rebspezifisch ausgebaut und zeigen die Möglichkeiten, die Möglichkeite, die man auch als großer Erzeuger hat, wenn man das Handwerk beherrscht. Olaf Stinzing setzt hier für alle neue Prämissen. Hier ist der Ansatz für eine weitere erfolgreiche Entwicklung des
Landesweingutes. Gleichzeitig wird das Landesweingut Kloster Pforta so eine stabile Säule an
Saale-Unstrut wenn es darum geht, die Grenzen des Regionalen zu verlassen. Das Auf und Ab dieses Weingutes ist für mich nicht mehr nachzuvollziehen. Eben noch Bastian Remkes, dann eine Geschäftsführer von dem ich schon den Namen vergessen habe, und man ist schon wieder auf der Suche. Mit dem Weggang des Kellermeisters Olaf Stinzing und nun auch seines Nachfolgers, ist das Chaos perfekt. Zudem hat sich, der schon unter Christian Klotz blasse Herr Erdmann zurückgemeldet. Nach seinen Wanderjahren im heimischen Sachsen, nun wieder an der Saale. Das Land Sachsen Anhalt, zumindest die Entscheidungsträger das Weingut betreffend machen das was sie immer machen; abwarten. Ich glaube nicht das es hilft.