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Rotkäppchen Sektkellerei


Es möchte einem der Atem stocken bei dieser Erfolgsgeschichte. Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, Rotkäppchen ist deutscher Marktführer unter den Sektanbietern. Und dies mit deutlichem Vorsprung. Davon profitieren die Stadt Freyburg und die Region nicht nur durch Steuerzahlungen und Arbeitsplätze. Besonders das überregionale Marketing, welches Rotkäppchen für seine Produkte leistet, kann man nicht hoch genug bewerten. Rotkäppchen ist ein Synonym für eine ostdeutsche Erfolgsstory, die keinen Vergleich kennt. Dennoch bleibt ein Aber. Rotkäppchensekt ist eben leider auch zum Synonym für eine Billigmarke geworden. Ich frage mich immer, wie es wohl geht mit diesem Dauertiefpreis. Eine mögliche Antwort ist die, dass mit dem Sekt kein Geld verdient wird. Darum eventuell der Einstieg in Wein, der Fassmarktpreis von Weinen aus Rheinhessen und der Pfalz ist im Moment noch sehr lukrativ, wenn auch steigend. Die weiteren Produktionskosten sind im Vergleich zum Sekt deutlich moderater und es gibt keine Sektsteuer. Zu den unter dem Namen Rotkäppchen vermarkteten Weinen gesellt sich der Zukauf „Blanchet“. Im Unterschied zu Rotkäppchen Weinen werden französische Grundweine verwendet. Sei es wie es sei, beide Weine zielen auf eine breite Konsumentenmasse ab, denen egal ist, was sie im Glas haben. Hier greifen die gleichen Marketinginstrumente wie bei Coca Cola. Die Weine sind sauber gemacht und halten was sie versprechen, kurzweiligen Genuss und sie tragen dazu bei, dass auch Menschen mit wenig Geld im Portemonnaie Weine zugänglich werden. Am besten lässt es sich wohl mit Musik vergleichen: Helene Fischer versus Bach.